blockfloten

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Blockflöten nannte man früher in der DDR die Parteien der nationalen Front CDU, LDPD oder NPD, die durch Falten des Wahlzettels autorisiert wurden, nach der Pfeife der SED zu tanzen. Lange tanzten ihre Nachfolger SPD, Grüne und auch FDP letztlich nach der Pfeife der geborenen Ostdeutschen Angela Merkel. Doch leider verweigern sich immer mehr Staatsbürger dem Wählerauftrag und geben einfach z.B. der AfD ihre Stimme, da mag Merkel noch so laut pfeifen. Read the rest of this entry »

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Ein Terrorist ist tot. Ja und. Darüber wird bei Anne Will diskutiert, als ob das das Problem ist. Das Problem ist in Wahrheit, dass es wohl noch einige von seinesgleichen gibt, die in irgendwelchen anderen Wohnungen sitzen und Sprengstoff oder dergleichen horten, um Terror über unsere Gesellschaft zu bringen und Menschen zu töten. Darüber wäre bei Anne Will zu reden.  Read the rest of this entry »

ted-ethiopia

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Angela Merkel treibt die Panik nach Afrika. Denn die große Völkerwanderung, die längst im Gange ist, ist keine Folge des 30-Jährigen Krieg im Dreistromland. Sondern der Tatsache geschuldet, dass Abermillionen in Afrika von der Weltwirtschaft ausgeschlossen sind únd statt ihren Produkten und Waren ihre Söhne schicken. Aus purer Not. Da helfen keine neuen Milliarden, die in die Taschen der Potentaten fließen. Wenn wir wollen, das die Afrikaner in Afrika bleiben, müssen wir denen kein Geld mehr schicken und unsere Märkte für ihre Güter und Produkte öffnen und ihnen die Chance geben, aus ihren Rohstoffen selbst was zu machen. Das sage ich nicht. Sondern die Afrikaner James Shikwati, Dambi Moyo und Eleni Gabre-Madhin. Und das seit mehr als 10 Jahren. und bestimmt nicht nur die.  Read the rest of this entry »

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Der Staat kapituliert. Während jeder Falschparker mit der unerbittlichen Härte des Gesetzes bis zum Haftbefehl verfolgt wird, weigert er sich, sein Gewaltmonopol gegenüber den Flüchtlingen durchzusetzen. Dabei ist augenscheinlich, dass er nicht nur überfordert ist. Er schlägt jede Möglichkeit des Erkenntnisgewinns aus. Das nennt man dann auch postfaktische Gesellschaft.  Read the rest of this entry »

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Ich bin beschämt von mir. Heute ist der 84. Geburtstag meines alten Auftraggebers, Mentors und Weggefährten Dipl.Ing, Dipl.-Wirtsch.-Ing (darauf legte er Wert) Karl-Heinz Rüsberg. Letztes Jahr hatte ich – dachte ich – ihn zu seinem Geburtstag nicht erreicht. Ich hatte ihn nicht mal vergessen sondern war zu sehr mit mir beschäftigt. Außerdem wollte der ehemalige Leiter der Niederlassungen Schwerin und Halle und Sonderbevollmächtige der Präsidentin Birgit Breuel (auch darauf legte er besonderen Wert) immer unbedingt von mir noch einen Film haben, der aus seiner Wirkungszeit in Schwerin stammte. Doch das Originalband ließ sich nicht mehr auftreiben. Rüsberg blieb hartnäckig und ließ sich auch nicht abwimmeln. Irgendwann im Sommer 2014, er hatte sich mittlerweile einen Fahrer besorgt, stand er hier im Garten um an seinen Wunsch zu erinnern. Irgendwann rief er nicht mehr an.

Am 10. Juli 2015 ist er gestorben. Das habe ich nicht mitbekommen. Erst als heute jemand anders an seine altvertraute Mobilfunknummer ging, als ich ihm gratulieren wollte, habe ich das herausgefunden. Die Trauerfeier habe ich verpasst. Peinlich ist das falsche Wort für das, was ich dafür empfinde. Auch weil ich ahne, dass ich nicht der einzige bin, der nicht da war. Viele hat er genervt, angestoßen und angefeuert. Aber die meisten davon hat er – in den vier Jahren, in denen ich mit ihm zusammen gearbeitet habe – nicht nur gefordert sondern auch gefördert.

Morgen ist ein Feiertag, der ihm besonders am Herzen lag. Der Tag der Deutschen Einheit. Denn er war in Wittstock an der Dosse geboren. 1932. Gerade noch zu jung, um Soldat zu werden. Seine Familie machte schon früh in den Westen, als man noch nicht “rübermachen” sagte. In Graz studierte er Wirtschaftsingenieurwesen und wurde auch noch Diplom-Ingenieur. Dass es nicht zum Doktor gereicht hat, wird ihn Zeit seines Lebens gewurmt haben. Vielleicht war es auch die österreichische Prägung, die zu seiner Vorliebe für Titel und Insignien führte.

Rüsberg hat seine Mutter sehr geliebt. Die hat ihn wohl bis zu ihrem Tod 1988 nie losgelassen, so dass der alte Schwerenöter es nie zu einer Frau gebracht hat. An seinem Charme mag es nicht gelegen haben, wenn er hübschen Frauen noch mit 60 verschmitzt erklärte, er sei im heiratsfähigen Alter. Als ich ihn als Pressesprecher betreute, war festzustellen, dass er einen ordentlichen Herrenausstatter schon länger nicht mehr aufgesucht hatte. Anzüge und Pullover waren von bester Qualität, waren seinem Körperwachstum allerdings nicht gefolgt und waren schon etwas abgewetzt.

Ich habe damals immer gesagt, das ist ein Sechzehnjähriger im Körper eines Sechzigjährigen. Er hat sich – frei von Familie – vorbehaltlos für die Treuhand und die deutsche Einheit eingesetzt, nicht nur wegen der 300.000 Euro Grundgehalt, sondern aus Patriotismus. In seiner vorhergehenden Karriere ist seine – nennen wir sie – ungehobelte Art dem dauerhaften Erfolg im Wege gestanden. Er war aufbrausend, ungeduldig aber eben auch fair und humorvoll. Der Mann konnte auch über sich selbst lachen. Das ist eine Tugend. Und anders, als man vermuten kann, war er kritikfähig. Als er mich überflüssigerweise 40.000 km durch Westdeutschland innerhalb von drei Monaten gejagt hatte, weil die bei der “Treuhandtour für Ostdeutschland” von ihm ernannten “Senior Experts” lieber mit dem IHK-Geschäftsführer parlierten statt im Keller nach dem Starkstrom-Anschluß zu suchen, hat er sich dafür entschuldigt.

Rüsbergs Bilanz bei der Treuhand war lupenrein. Die rund 260 Unternehmen der Niederlassung Schwerin waren in zwei Jahren verkauft. Das Team, das er dabei geleitet hat, hat er befeuert. Das war nicht bequem – aber erfolgreich. Besagte Tour durch Ostdeutschland hat er als Sonderbeauftragter der Präsidentin der Treuhandanstalt genauso (mit meiner Unterstützung) zum Erfolg gemacht, wie eine Messe in Leipzig für Treuhandunternehmen, die wir binnen drei Monaten inkl. Kongress aus dem Boden gestampft haben. Abends um 10 kam er oft durch die Büros und lud in´s Best Western Hotel auf dem großen Dreesch (das Marzahn Schwerins) zu einem “bescheidenen Treuhand-Mahl”, das er aus eigener Tasche bezahlte. Beim Essen lachte er laut und schlug sich derbe auf die Schenkel.

 Sein Glanzstück legte Rüsberg in Halle hin. Die vorhergehende Niederlassungsleitung, einige Mitarbeiter und Liquidatoren hatten alle Vorurteile übertroffen, die man gegen die Treuhand in Hinsicht auf Kriminalität, Raubrittertum und Wessitum gehabt hatte. Drei Monate nach Amtsantritt titelte der Hallesche “Express”: Halle – Hoffnung für Tausende! DIESER MANN RÄUMT AUF! Auf dem Titelbild stand mit Trenchcoat und Bauarbeiterhelm, den er immer im Auto mitführte, vor dem Stadtbrunnen.

 Das hat er tatsächlich getan, auch weil er all denjenigen den Rücken freigehalten hat, die das in der Alltagsarbeit bewerkstelligt haben. Auch wenn ich die Pressekonferenzen über die Unternehmensschließungen alleine halten durfte und er die für die erfolgreichen Verkäufe oder Sanierungen. Aber er hat ja auch den Kopf dafür hingehalten.

 Mein Nachruf ist mein Beitrag zum Tag der deutschen Einheit. Denn es gibt viele Menschen, denen die ein Anliegen war. Hinterher ist man immer schlauer. Rüsberg hat ein Flugzeug gebaut und gleichzeitig geflogen. Er hätte sich einen Nachruf in der FAZ und der Welt gewünscht. Und verdient. Dafür ist er zu alt geworden. Nicht einmal ein paar gehässige Bemerkungen im SPIEGEL-Register. Er hat wohl ein paar dutzend Unternehmen gerettet und dafür gesorgt, dass zumindest für ein paar Jahre viele tausend Menschen ihren Job behalten haben. Das ist vergessen.

 Als er mit seinem obligaten Zwölfzylinder-BMW und Fahrer das letzte Mal im Sommer 2014 hier unvermittelt auftauchte, um sich nach dem Video zu erkundigen, blieb er kaum auf eine Tasse Kaffee. Und schenkte mir – nicht ohne Hintergedanken – eine Hochleistungstaschenlampe, die heute auf meinem Nachttisch steht.

Zu seinem Achtzigsten Geburtstag habe ich ihm noch vieles sagen können. Und zwei der drei Videos zeigen können, mit denen er dann auch noch bei der letzten Tagung der ehemaligen Niederlassungsleiter angeben konnte. Eins steht hier oben, aufgenommen auf seiner Abschiedsparty aus dem Jagdschloß Friedrichsmoor, wo er ein paar Zimmer bewohnte. Viele, die ihm viel zu verdanken haben, haben schon gefehlt. Wie ich bei seiner Beisetzung. Man macht nicht alles falsch. Aber eben auch nicht alles richtig.

 

Nicht nur ich habe dem Mann viel zu verdanken. Er war anständig, gradling, im besten Sinne konservativ und ehrlich. Ein rechter Patriot.

Das bleibt.

sr2-interview

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Über Tote nur gutes. An diese Anstandsregel konnten sich die kulturlosen Kulturredakteure des SR2 Kulturradios nicht halten.  Sie konnten nicht mal an sich halten, bis der ehemalige Israelische Präsident Schimon Peres unter der Erde lag, um dem Generalsekretär der deutsch-arabischen Gesellschaft diese schöne Formulierung zu entlocken. Wahrscheinlich war der Leichnam noch nicht mal kalt.  Read the rest of this entry »

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Maas ist nicht zufrieden mit den sozialen Netzwerken. Die würden strafbare Haßkommentare viel zu selten löschen. Facebook immerhin die Hälfte, Youtube ungefähr 10 und twitter nur ein Prozent. Der Mann übersieht eins: Es ist nicht an irgendwelchen Usern, Organisationen oder der neuerdings auftretenden Seite “Jugendschutz.net”, festzustellen, was “strafbare Äußerungen” sind, sondern Sache der Gerichte. Doch in keinem einzigen Fall hat Maas oder irgend jemand anders die bemüht.  Read the rest of this entry »

munte

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Der Berliner Bürgermeister mag seine hübsche Pressesprecherin nicht mehr sehen. Er versetzt die Beamtin in den einstweiligen Ruhestand. Das kostet Staatskasse bis zu 1,24 Mio Euro. Damit das keinem übel aufstößt, wird es erst nach der Landtagswahl bekannt gegeben. So zeigt man, was man vom Stimmvieh hält: Gar nichts.  Gleichzeitig verkündet der Ex-SPD-Vorsitzende Müntefering in einem Interview mit dem neuen Süddeutschland: 600 Euro Rente reichen. Die 37 jährige Staatsekretärin außer Diensten kriegt jetzt erstmal das 10-fache fürs Nichtstun.  Read the rest of this entry »

nihab

 

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Politische Talk Shows im TV schaue ich eigentlich nicht. Zuviel Show und zu wenig Politik. Und immer die gleichen Protagonisten, die austauschbare Worthülsen verbreiten und das interessierte Publikum mit Main-Stream-Manna einlullen. Doch zweimal habe ich eine gewisse Frau Hübsch Read the rest of this entry »

facebook zensur 01

Oben stehende ISIS-Propaganda wurde auch auf Hinweis von Facebook nicht gelöscht, obwohl sie wohl tatsächlich gegen die “Community-Standards” des sozialen Netzwerks verstößt. Andere vollständig harmlose Äußerungen werden dagegen gelöscht und ihre Autoren gesperrt. Das nennt man Willkür.  Read the rest of this entry »

guardian

von CARL CHRISTIAN JANCKE

Verschiedene französische Kommunen haben nicht etwa die BURKA verboten, sondern den BURKINI am Strand und setzen dies mit Polizeigewalt durch. A oder Z. Ausziehen oder zahlen. Natürlich geschieht dies auch im Rahmen der Antiterror-Gesetze. Vor allem aber ist es eine Maßnahme zur Durchsetzung der Säkaluration, die in Frankreich Verfassungsrang hat, der Menschenwürde, der Frauenrechte und der Aufklärung. Die Entwicklung hat ein Vorbild: Den Frauenrechtler Atatürk, der zufälligerweise auch den modernen türkischen Staat gründete und damit den Wohlstand der heutigen Türkei. Erdogan hat nur abkassiert und wird sie ruinieren.  Read the rest of this entry »

Traurige Kinderaugen gehen immer. Ungewaschen lässt sich sogar mit der Fernsehkamera das Elend transportieren, das daraus resultiert, dass Israel die besetzten Gebiete im Westjordanland vielleicht nicht verhungern aber doch mindestens sprichwörtlich austrocknen will. Und das bringt Quote in einer Zeit, wo wir jetzt ja auch Messerattacken haben. Da kann man den Israelis ja schwe vorwerfen, dass die schneller schießen, als die Terroristen zustechen. Da braucht man einen anderen Vorwand.  Read the rest of this entry »

von CARL CHRISTIAN JANCKE M

Man stelle sich einmal vor: Ein Autor veröffentlicht auf einer reichweitenstarken politischen Seite einen kritischen Artikel über Homöopathie. Kurz vorher hat er auf der selben Seite einen politischen Artikel geschrieben, der sich mit Meinungsfreiheit auseinandersetzte. Dieser ArtiAkel wurde von einer Organisation verlinkt, die unser Autor nicht einmal kennt und die sich offensichtlich damit beschäftigt, von verschiedenen Internetseiten Texte zu verlinken.. Eine renommierte wissenschaftliche Organisation nimmt den wissenschaftlichen Artikel von ihrer Facebook-Präsenz, nachdem die Verlinkung eines anderen politischen Artikels bei einem etwas unseriös wirkendem Blog gefunden wurde, obwohl der Artikel mit dem Stück über Homöopathie nichts zu tun hat. Gibt es nicht. Doch. Und vor allem hat der politische Text das quasi vorhergesehen. Read the rest of this entry »

Rechtsnetz

von CARL CHRISTIAN JANCKE

In meiner Jugend war es noch normal, rechts zu sein. Das waren schon die Aktenkofferträger der Schülerunion mit ihren Pilotenbrillen und Delsey-Aktenkoffern gerne , die sich in der großen Pause in die Bresche warfen, wenn die “linken” Schulkameraden “Birne darf nicht Kanzler bleiben” skandierten. Heute verhält sich die Einstufung als “rechts” zum  Nationalsozialismus wie das Fegefeuer zur Hölle. Nur die Vorstufe, ganz schön heiß und es kann ein Leben lang dauern.

Mit der Linken ist es wie mit dem Islam. Solange man sich in der Minderheit wähnt, fordert man Toleranz. Das ist eine Kehrseite der Demokratie. Auf ihrem langen Marsch durch die Instutionen haben die teils grün gewandeten 68iger und ihrer Nachfahren alle Schaltstellen der Macht besetzt und eine Gesinnungsdikatur der “Gutmenschen” errichtet. Wer gegen den Gender Main Stream der Klimareligion, die Euro-Rettung, den Islamismus und den völlig unkontrollierten Zustrom von Flüchtlingen opponiert, wird wahlweise als Bindestrich-Skeptiker oder  -phobiker etikettiert und in die rechte Ecke abgeschoben. Rechts als Totschlargument sozusagen und das gilt insbesondere für die gesellschaftliche Reputation.

Mittlerweile ist überhaupt nicht mehr maßgeblich, was jemand sagt, sondern ausschließlich wer. Die Denunziation ist zum prägenden Element des politischen Diskurses geworden. Das ist nicht weniger und nicht mehr als das Ende der Aufklärung.

Das erlebte ein ehemaliger Spitzenbeamter, verdienter Sozialdemokrat, Leiter, Vorstand und Geschäftsführer diverser staatlicher Unternehmen bis hin zur Deutschen Bahn und damalige Vorstand der Deutschen Bundesbank, als er seine private Meinung in Buchform kund tat. Im Sommerinterview des Gebührenfernsehens brauchte die Kanzlerin nur zu verkünden, das Buch, dass sie nicht gelesen hatte, sei “nicht hilfreich”. Nach einem wochenlangen Kesseltreiben, mit dem man die Reputation des ehemaligen Regierungsmitglieds trotz jahrzehntelanger Verdienste um das deutsche Gemeinwesen, war der Mann seinen Job los. Anschließend geriet seine Frau in Sippenhaft und musste ihren Beruf aufgeben, den sie jahrzehntelang unbeanstandet ausgeübt hatte

Das Exempel war statutiert. Jeder, der gegen die Leitlinien, die die Kanzlerin vorgibt, verstößt, weiß jetzt, womit er rechnen kann, wenn er von seinem Grundrecht auf Meinungsäußerung Gebrauch macht.

Seine Name, der geneigte Leser weiß es längst: Thilo Sarrazin.

Wen überrascht es,da dass der Name des Sozialdemokraten Sarrazin als einer der ersten im neuen “Wiki” der Antonio Amadeo Stiftung “die Neue Rechte” auftaucht, die die “Neue Rechte wie folgt definiert:

Der Begriff »Neue Rechte« wird erstmalig ab dem Ende der 1960er Jahre von Rechtsextremen genutzt. Sie beschrieben damit vordergründig intellektuelle und parteipolitische Gruppierungen. Mit der Wiedervereinigung erhielt die »Neue Rechte« verstärkt Zulauf. In den 90ern entwickelte sich eine schlagkräftige Neonazi-Szene, aus der heraus rassistische Morde, Angriffe auf Asylbewerberheime und Pogrome begangen und organisiert wurden. Lange wurde die »Neue Rechte« als ungefährlich und marginal verharmlost. Im Kern lehnt die »Neue Rechte« einen demokratischen Verfassungsstaat ab und hängt einem völkischen Nationalismus an. In den letzten Jahren hat sich die »Neue Rechte« – insbesondere mit Hilfe der Sozialen Medien – zu einem Phänomen der breiten Öffentlichkeit gewandelt: Die »Neue Rechte« wird zunehmend Teil der gesellschaftlichen Debatte. Ihre Köpfe, wie Götz Kubitschek beispielsweise, sind eng mit den politischen Akteur_innen von AfD vernetzt und dringen in den Mainstream vor. Rechtsextreme Ideologie ist mittlerweile digital, vernetzt und wird seit dem Anstieg der Flüchtlingszahlen 2015 konsequent auf der Straße in Gewalt übersetzt. Die Zahl der Angriffe auf Unterkünfte für Geflüchtete und Unterstützer_innen steigt unaufhörlich an. Die Stimmung gegen die traditionellen Feindbilder der Neonazis wird stetig aggressiver.”

Zur Würdigung siehe auch: https://sciencefiles.org/2016/03/11/neue-denunziantenkultur-amadeu-antonio-stiftung-erstellt-wohl-abschussliste/

So funktioniert Diffamierung. Dass Anfang der Neunziger ein Asylbewerberheim in Rostock-Lichtenhagen brannte, ist direkt auf die politischen Ansichten des damaligen Spitzenbeamten und späteren Geschäftsführer der Treuhandliegenschaftsgesellschaft zu verdanken, der das Asylbewerberheim damals bestimmt gehörte.

Nach dieser Logik taucht in dem Wiki, das “von jungen Leuten zwischen 16 und 25” gemacht wird, sogar die Merkel-CDU auf. Also ist die Bundeskanzlerin auch daran schuld, dass der rechte Mob auf deutschen Straßen tobt. Nur eine Frage der Zeit, dass sie auch in dem Netzwerk auftaucht, weil sie mal Alexander Gauland die Hand geschüttelt hat, als der noch Chef der hessischen Staatskanzlei war oder vielleicht mit Herrn Hohmann in einem Kabinettssaal gesessen hat.

Dieser Pranger ist derzeit scheinbar unbedeutend, bis er von einer oder einem der üblichen Protagonisten in irgendeiner Talkshow als wissenschaftliche Quelle genannt wird. Deshalb sollte die so genannte Stiftung ihn schlicht abschalten. Andernfalls sollte man darüber nachdenken, ihr den Status der Gemeinnützigkeit zu nehmen.

P.S.: Damit kein Zweifel auftaucht: Die meisten vom “Wiki” genannten Personen sind mir nicht sehr sympathisch. Auch die meisten geäußerten Meinungen vom genannten Personenkreis teile ich nicht. Ich halte es aber für geboten, dafür einzutreten, dass sie diese vertreten dürfen. That´s my point

 

 

von CARL CHRISTIAN JANCKE

zwei der profiliertesten jungen Publizistinnen, die sich ihre Islamkritik trotz übelster Anfeindungen nicht nehmen lassen, heißen Marisa Kurz und Anabel Schunke. Was sie für den gemeinen Chauvi so gefährlich macht: Sie tragen auch noch ihre bildschöne Haut zu Markte. Sie sind nicht nur jung und schön sondern auch noch intelligent und meinungsstark. Das ist eine Bedrohung für alle Kopftuchträgerinnenliebhaber: Aufgeklärte, selbstbewusste Frauen, die ihre Schönheit bewusst genießen.

Natürlich ist das ungerecht. Ich kleines, dickes Wesen, das überdies selbst den Charme der Jugend verloren hat, muss mich im Zweifel von Berufswegen in ein schönes Auto setzen, um einen Bruchteil dieser Aufmerksamkeit zu erregen.

Aber der handelsübliche Chauvinist versteht die Welt nicht mehr. Nach dessem Weltbild steht der IQ einer Frau im reziprok umgekehrten Verhältnis zur Länge ihrer Beine. Heidi Klum und ihre Fleischbeschau und jede zweite Mißwahl geben solchen Ignoranten scheinbar recht. Da wird ja auch nur geschaut und nicht zugehört oder gelesen. Aber Schwächlinge sind gefährlich. Sie werden ausfallend und pöbeln, weil sie sich nicht nur mit den Waffen einer Frau geschlagen fühlen. Die treffen ihren Minderwertigkeitskomplex im Kern.

Nicht nur die beiden, auch Jennifer Nathaly Pyka und einige andere erweisen sich als Amazonen der offenen Gesellschaft, die unsere Freiheit verteidigen und dafür jede Menge absurde Anfeindungen einfangen. Sie sind die Antipoden der Emanzen der siebziger Jahre, die wie Alice Schwarzer gegen blanke Busen auf Stern-Titel-Bildern klagten. Der moderne Feminismus braucht weder Sack und Asche noch Burka und Hijab.  Und die Gesellschaft schon gar nicht.

Womit wir beim Thema wären. Wer so erfrischend offen mit seiner Schönheit umgeht, konterkariert all die freiwilligen und geistigen Kopftuchträgerinnen, die sich einem archaischen Patrichariat unterwerfen.  Von denen sieht man immer mehr auf der Straße.

Niemand hat etwas gegen Muslime, die ihrem Glauben angemessen und bewusst nachgehen. Aber gegen scheinbar Allmächtige, die diese Religion für Nötigung und Unterdrückung auch und gerade der Frauen in den nahöstlichen Gesellschaften missbrauchen wollen. Die Schönheit einer Frau gehört ihr selbst. Ihr muslimischer Mann hat keinen Exklusivanspruch auf diesen Anblick. Die Verhüllung ist aber nichts anderes als die Artikulation eines Anspruchs auf Eigentum an der Frau.

Dass Erdogan die Verhüllung weiblicher Reize anordnet und kontrolliert, ist wohl nur eine Frage der Zeit. Der Anachronismus  gilt übrigens nicht nur für islamistisch geprägte sondern genauso jüdische Orthodoxe, die in Israel einer ganzen Gesellschaft auf der Tasche liegen, weil sie vor lauter Beachtung religiöser Vorschriften keine Zeit zur Arbeit haben.

Längst geht es aber nicht mehr nur um Frauenrechte sondern um Meinungsfreiheit:

Mittlerweile mischt sich auch noch die Sittenpolizei von der Antonio Amadeo Stiftung im Auftrag des Leiters der Bundesschriftkammer, Heiko Maass, in die Angelegenheit ein, um “Hatespeech” zu unterbinden. Ob die Löschung eines Beitrags der ebenfalls sehr attraktiven, demokratisch gewählten FDP-Fraktionsvorsitzenden in der Bremer Bürgschaft, Lenke Steiner (schon dieser germanische Name klingt doch irgendwie nach Nationalsozialismus (s.a. Thor Steiner )) bei Facebook auf die Aktivitäten der bei der Stiftung arbeitenden Linksradikalen Julia Schramm zurückgeht, ist unbewiesen. Schunke wurde jedenfalls ebenfalls von Facebook  gesperrt. Wie die iranische Sittenpolizei wird nun der gender-Mainstream der political correctness als Vorwand genutzt, um selbst mißliebige Agenten in den Blockparteien gleichschalten zu wollen. Es wird nicht mehr lange dauern, dass ein Recht auf Publizierung mit einer Mitgliedschaft im Bund Deutscher Schriftsteller verbunden sein wird, in der nur diejenigen aufgenommen werden, die sich mit der vorherrschenden Meinung des ökologisch-industriellen Komplexes einverstanden erklären.  Den Rest erledigt der Algorithmus der Zensur.

Wer mich einen Chauvi nennt, kann das gerne tun. Schöne Frauen und schnelle Autos haben es mir angetan. Aber trotzdem werde ich stets Respekt wahren und vor einem Frauenzimmer die Treppe hinab und hinter ihm hinauf gehen (Georg Büchner, Leonce und Lena). Und all denjenigen, die zu uns gekommen sind und meinen, attraktive Frauen seien Freiwild, müssen wir schnell zeigen, dass sie wieder da landen, wo sie hergekommen sind, wenn sie das nicht respektieren.