von CARL CHRISTIAN JANCKE

An der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen kommt es jeden Freitag zu gewaltigen Angriffen auf die israelische Grenzanlage. Araber verbrennen Reifen, versuchen den Grenzzaun zu überwinden, um in israelisches Staatsgebiet einzusickern oder mit in Brand gesetzten Drachen und Ballons Flächenbrände auf israelischem Staatsgebiet zu überwinden. Israel widersetzt sich diesem Sturm auf die Grenze mit Waffengewalt. Dabei gibt es leider tote und verletzte Agressoren, die nur so abgehalten können. Sie setzen ihr Leben dafür ein. Facebook-Salon-Antisemit Christian W. nennt sie gottlos.

Für die israelischen Sicherheitskräfte ist die Lage dabei unübersichtlich. Sie hindern die Araber, die ihnen an Zahl deutlich überlegen sind, an der Überwindung der Grenze – auch mit der Schußwaffe. Seit Beginn der Versuche, die Grenzzäune zu stürmen, sind mehr als 100 Menschen zu Tode gekommen, Hunderte wurden verletzt.

Das sind keine Demonstrationen oder Proteste sondern tätliche Angriffe und terroristische Handlungen. Ihr Ziel ist, die israelische Gegenwehr als moralisch unangemessen und verwerflich zu brandmarken. Je höher die Zahl der Opfer und je jünger die sind, am besten minderjährig und weiblich, desto unsympathischer erscheint die Fratze des vermeintlichen israelischen Aggressors, der die armen “Palästinenser “ in Gaza unter angeblich unmenschlichen Bedingungen interniert. Nur tote Araber schaffen es in die Tagesschau und je jünger sie sind und je mehr, desto größer ist die Chance, dass die internationalen Medien mit diesem Thema aufmachen. Opfer sind integraler Bestandteil der Kommunikationsstrategie der arabischen Terrororganisationen. Ihre Familien werden dafür ausreichend mit Renten und Gehaltszahlungen von der “palästinensischen Selbstverwaltung”versorgt, die aus den Subventionen der Weltgemeinschaft finanziert werden. Und die Strategie funktioniert. Die “palästinensischen” Täter werden zu Opfern und die Selbstverteidigung Israels zur unverhältnismäßigen Aggression gegen die leidende arabische Bevölkerung.

Bei verkappten Antisemiten, die sich für freundschaftliche Kritiker Israels halten, fällt diese “palästinensische” Propaganda auf fruchtbaren Boden und gibt ihnen die Chance, ihre verzerrte Perspektive und unbewussten Vorurteile über die sozialen Medien mit dem Impetus der moralischen Überlegenheit kundzutun und sich so zum Komplizen des arabischen Terrors zu machen.

Ein typisches Beispiel ist Christian W., der bei Facebook den Tod eines 15-jährigen Bewohners des Gaza-Streifens durch die Kugeln eines israelischen Soldaten beklag:

Gott hat dieses Land längst verlassen: Wieder ein 14-jähriger von einem Israelischen Scharfschützen hingerichtet. Warum? Jedes tote Kinde gebiert tausend neue Feinde und gibt dem Teufelskreis des Einanderverletzens Nahrung. Das nennt man politische Dummheit – und behauptet nicht, das unbewaffnete Kind wäre eine Gefahr für Israel gewesen. Ich bin enttäuscht. (Quelle: Jewish Voice for Peace und Haaretz.com)”

Als Illustration präsentiert er ein Foto, auf dem ein junger Mann mit orangenem T-Shirt einen Jugendlichen mit geschlossenen Augen und leicht blutverschmiertem T-Shirt auf eine ebenfalls orangene Trage schiebt. Eine Quelle zu diesem Foto gibt er nicht .an

Er verlinkt die für ihre ”Überparteilichkeit” allseits bekannte Seite “Jewish Voice for Peace”. Dort wird ein Video präsentiert, aufdem ein junger Mann beginnt, einen Zaun zu besteigen, zurückfällt und leblos liegen bleibt. Während der Mann auf dem Video ein weißes T-Shirt zu tragen scheint, ist das des auf dem Foto grau gesprenkelt. Aus der Distanz ist es aber nicht definitiv auszuschließen, dass es sich um den selben Mann handelt. Auf dem Video gut zu sehen sind aber die Rauchschwaden, die das Sichtfeld der Schützen stark einschränken soll.

Aber als ein Mann den leblosen Körper des Kletterers aufnimmt und wegtragen will, platzt auf dem Bauch das Blut förmlich durch das T-Shirt. Ein solcher Blutfleck ist bei dem Mann auf der Trage nicht zu sehen. Auf den ersten Blick erscheint das unerheblich, auf dem zweiten aber eben nicht. Denn Erschießungsvideos und blutverschmierte Jugendliche beleben die Kommunikationsstrategie der Araber, die Israelis als furchtbare Mörder bloßzustellen. Ohne Bilder ist das lange nicht so effizient und wirkungsvoll. Da nimmt man vielleicht ja auch ein paar falsche.

Zurück zu Christian W., der sich auf seiner Facebook-Timeline gerade moralingesäuert in Rage bringt.

Inzwischen bombardieren Israelische Jets den Gaza-Streifen. Israel ist ohne Gott.”

So bringt er die israelischen Vergeltungsschläge gegen den arabischen Raketenterror auf Sderot in einen Zusammenhang mit den arabischen Versuchen, die Grenze zu durchbrechen.

“Palästinensische Terroristen haben seit gestern Nacht 90 Raketen und Mörsergranaten aus Gaza nach Israel abgefeuert. Tausende Israelis waren gezwungen die Nacht im Luftschutzbunker zu verbringen und leben weiterhin mit der Angst, dass jederzeit eine Rakete in ihrer unmittelbaren Nähe explodieren und sie töten kann.

Israel hat als erste Warnung das Hamas Bataillionshauptquartier in Beit Lahia im Norden des Gazastreifens angegriffen.

Krieg kann vermieden werden. Es liegt an der palästinensischen Führung in Gaza, ob sie sich für das Leben oder den Tod entscheiden wird.”

meldet ziemlich zeitgleich der ehemalige deutschsprachige Pressesprecher der israelischen Armee Maj. – Res. Arye Sharuz Shalicar.

W. stellt zwei arabisch-israelische Konflikte in einen Zusammenhang, die zwar ihren Ursprung, den arabischen Terrorismus haben, den man tatsächlich durchaus als “gottlos” bezeichnen könnte.  Im einen Fall stürmen Araber mit bloßen Händen den Grenzzaun und begehen mit angezündeten Ballons und Drachen Brandstiftung in Israel.

Im anderen werden wie seit mehr als 10 Jahren Raketen und Mörser von Hamas- und anderen Terroristen blind gen Israel gefeuert, gerne auch von Schulhöfen, um wenigstens in der angrenzenden Region Angst und Schrecken zu verbreiten.

Ich habe W. die Frage gestellt, was ein minderjähriger 14-jähriger denn überhaupt am Grenzzaun zu suchen hat:

Was macht ein Vierzehnjähriger so nahe am Grenzzaun, von dem seine Eltern wissen, dass die Israelis diese Grenze gegen ANGRIFFE von ARABERN unter Gebrauch der Schußwaffe verteidigen müssen! Ich würde meine Kinder einsperren, wenn sie auch nur versuchen würden, in die Nähe einer so gefährlichen Stelle zu kommen. Es sind die Araber, die in ihrem blinden Haß ihre Kinder bereitwillig opfern und förmlich kleine Kinder auf israelische Soldaten in der Hoffnung hetzen, dass die sich provozieren und zu Gewalttaten hinreißen lassen, die dann Bilder, Videos und solche Meldungen provozieren, mit denen Sie sich instrumentalisieren lassen. Wenn Araber auf den Grenzzaun zu rennen und brennende Drachen steigen lassen, die in Israel Flächenbrände entfachen, kann man sich leider nicht wie bei einer Fahrkartenkontrolle vorher den Ausweis zeigen lassen, um die Volljährigkeit festzustellen. . Wer sich in Gefahr begibt, kann auch darin umkommen.

 

W´s Antwort:  ich kenne die umstände nicht, ich erahne sie nur. ich ahne auch, welches unendliche tägliche leid hinter dem hoffnugnslosen fristen in gaza steckt. ich habe volles verständnis dafür, dass die palästinenser, die nach gaza umgesiedelt wurden, in ihre heimat zurückwollen. und ja, eigentlich haben sie ein recht dazu. die aufsichtspflicht haben natürlich die eltern – das ändert schlussendlich nicht, dass es weder ein recht noch eine pflicht gibt, diesen jungen mit scharfer munition zu ERSCHIESSEN. klar kann man das tun, weil man der militärisch stärkere ist, dass das aber den hass auf israel weiter bestärkt, dass sollte auch den schützen klar sein.

Und weiter:

200.000 Palästinenser wurden vor allem aus den Bezirken Beer Sheva und Jaffa vertrieben und flüchteten nach Gaza.

Und ein bisschen Nazi geht natürlich auch noch:

Leider passt dieser Vorfall, zusammen mit einigen anderen, zum dem, was Reuven Rivlin jüngst scharf kritisierte: eine israelische Politik, „dem jüdischen Volk, Juden in der ganzen Welt und dem Staat Israel Schaden zufügen könnte“. Was Netanjau in Israel festschreiben möchte: das Nationalstaatsgesetz. Das erinnert in vielem an das Reichsbürgergesetz in Nazideutschland.

Nun ist die Katze aus dem Sack. Dererlei falsche Vorhaltungen, Verzerrungen und Vergleiche sind nun wirklich nicht mehr unter dem Begriff “man wird ja wohl noch Israel kritisieren dürfen, ohne gleich ein Antisemit zu sein”  abzuhaken.  Wenn man sich das genauer anschaut, wird die Pauschalisierung durch Halbwahrheiten noch deutlicher:

A.

Die Lebensumstände in Gaza mögen kompliziert sein. Ursache dürfte aber doch wohl das Terrorregime der Hamas sein, das in der Tat alltäglich Hinrichtungen von “Kollobateuren mit Israel” betreibt, seit 2016 auch von konventionellen Kriminellen. Die TAZ dürfte als Quelle wohl hinlänglich renommiert sein.

http://www.taz.de/!5308393/

Dass das Terrorregime seine Bevölkerung nicht nur als “menschliche Schutzschilde” mißbraucht, sondern die zahlreichen Todesopfer als integralen Bestandteil ihrer Propaganda-Strategie opfern, zeigt dieser Bild-Zeitungsartikel von 2014. Hier wird auch darüber berichtet, wie die HAMAS Jugendliche dazu verführt, die Raketen abzuschießen, in der Hoffnung dass sie  beim Israelischen Gegenschlag zu Tode kommen. Dass sie aus kindlichem Übermut die Grenzzäune stürmen,  ist kaum zu glauben.

https://www.bild.de/politik/ausland/hamas/die-moerderische-hamas-strategie-36875016.bild.html

B.

Umsiedlung hört sich ja harmlos an. Tatsächlich war die Flucht der Araber nach Gaza Ergebnis des “arabisch-israelischen Bürgerkriegs”. Nur der war 1947 also vor der Staatsgründung Israels unter dem Britischen Mandat.

Und wenn W. schreibt, die Araber hätten das Recht, in ihre “Heimat” zurück zu kehren, dann würde das nicht nur das Völkerrecht brechen. Schließlich ist die Gründung Israels einem Beschluß der UN zu verdanken und wenn die Völerwanderungen, die daraus resultierten, zurückgedreht würden, wäre das das Ende der Existenz Israels.

Man stelle sich vor: Unter der Führung von Erika Steinbach campierten die Nachkommen der Heimatvertriebenen in Zelten rund um das Aufnahmelager Friedland zwischen Göttingen und Kassel und würden immer noch darauf hoffen, in die deutschen Ostgebiete nach Schlesien, Ostpreußen, in´s Sudetenland oder Pommern zurück zu kehren. Völkerrechtlich hat das die gleiche Dimension.

Man kann gar nicht soviel schreiben, wie man kotzen muß. Der  Salonantisemitismus, der so human und gutbürgerlich daher kommt, höhlt stets den Stein der offenen Gesellschaft. Er sät Rassismus und Inhumanität und geriert sich dabei moralisierend und besorgt.

W. ist nicht alleine. Das macht auch ihn gefährlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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