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Letztens Wulff, heute Merkel. Ist das ein Indiz für ihren Abgesang? Hat sie vielleicht gerade ihre Datsche in der Uckermark verklinkert und Professor Sauer ist vom Golf auf Tiguan umgestiegen und plant seine Memoiren. Die “der Islam gehört zu Deutschland” – Debatte zeugt von der Weltfremdheit der Politiker. Wir sind ein begrenzt säkularer Staat, der mit Hinweis auf die in Teilen noch gültige Weimarer Reichsverfassung verbietet, dass mit Rücksicht auf die Kirchen die Geschäfte Sonntags öfter öffnen. Wenn das die christlich-abendländische Kultur ist, na bitte. Aber welche islamische Prägung hätte ich oder hat meine bald 18-Jährige Tochter genossen? Keine. Der Islam gehört genauso wenig zu uns wie der Hinduismus.  Read the rest of this entry »

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Sie hatten es früher leichter, die Weltuntergangspropheten und Klimaretter. Da neigten die Menschen noch demütig ihre Köpfe und lauschten den Kehrt-um-und-tut-Buße-aber-es-ist-sowieso-zu-spät-Predigten. Je nach Charakter und psychischer Konstitution waren sie beschämt, gelähmt oder erfüllt von dem Bedürfnis, das Unmögliche doch noch zu versuchen. Leider blieb neben diesem Bedürfnis kein Platz mehr für anderes. Vernunft etwa oder Logik mußten weichen. Und weil sich das, wenn man es so Read the rest of this entry »

“Unterhöhlung des Selbstbestimmungsrechtes des deutschen Volkes zugunsten einer unlegitimierten Brüsseler Autokratie” – der antiliberale Nationalliberalismus hat gesprochen und es klingt doch sehr nach Nazi.

Dieser Reflex von Felix Riedel ist symptomatisch für den Minderwertigkeitskomplex der deutschen Intellektuellen und die Unterwürfigkeit der deutschen Politik. Und er ist eine der Ursachen für die Misere Europas, in der Deutschland es seit Jahrzehnten nicht wagt, seine Interessen so selbstbewusst durchzusetzen wie die englischen oder französischen Freunde. Die deutsche Geschichte besteht auch aus den 15 Jahren des Tausendjährigen Reichs – aber nicht nur. Und das Unheil, das im 19. und 20. Jahrhundert über Europa gebracht wurde, ging nicht nur von Deutschland aus. Wir sind mit zu hoher Geschwindigkeit auf einer Allee unterwegs. Und starren auf den Baum statt auf die Lücke. Und treffen ihn genau deshalb.  Read the rest of this entry »

Doch rein soziologisch betrachtet, entstammte der ursprüngliche Nukleus dieser Bewegung in der Weimarer Zeit und später der Grünen-Bewegung dem gleichen antimodernen Segment der Gesellschaft, einem radikalisierten Teil der deutschen Mittelschicht.

So bewirbt der Chefdemoskop sein neues Buch im Spiegel und durchbricht als erster seit Jahrzehnten eine nationale Einheitsfront:

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Gestern stürmte ein aufgebrachter Mob in Benghazi den Stützpunkt einer salafistischen Miliz, die vor einigen Tagen die amerikanische Botschaft angegriffen hatte. Warum haben die Leute das gemacht? Vor kurzem haben die Qualitätsmedien noch versucht, ihrer Leserschaft einzutrichtern, dass die Muslime wegen eines Films randalieren, der scheinbar das größte Problem der dortigen Region darstellt. Warum sehen die Einwohner von Benghazi das scheinbar völlig anders? Die sahen ihr größtes Problem in den “Milizen”, schwer bewaffneten Banden, die in der Stadt offensichtlich schalten und walten konnten.

Liebe Medien: Wie kommt es, dass diese Leute weniger schwer durch einen Film gekränkt waren und sich einer wirklichen Bedrohung zuwandten?

Endlich dachte ich wird nicht nur die Welt normal “Energiesparlampen können Klimawandel nicht stoppen”.  Doch schon die Aufreißer macht den Irrtum klar: Das Licht brennt länger, weil es weniger kostet:”  Und weiter:

Der Kampf gegen Klimaerwärmung und Umweltverschmutzung lässt sich allein durcheffizientere Technologie nicht gewinnen. Das ist, vereinfacht gesagt, das Ergebnis des Berichts, den die Arbeitsgruppe drei der Bundestags-Enquetekommission Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität am Montag vorstellt und der der “Welt” vorliegt.

Nur Verzicht kann helfen.  Read the rest of this entry »

Heute früh im Deutschlandfunk verteidigte der gelernte Physiker Reiner Haselhoff die Frauenquote: Wenn schon vor Jahren eine vierzig Prozentige Frauenquote gegolten hätte, wäre die Wirtschaftskrise wahrscheinlich ausgeblieben. Und die Interviewerin vom Deutschland brach nicht mal in lauthalses Lachen aus. Und so wird der Bundesrat heute gegen den Willen der Bundesregierung die Frauenquote beschließen. Mit den Stimmen von Sachsen-Anhalt, in dem das blockflötenerprobte CDU-Mitglied Haseloff (seit 1976 – Ost CDU) Ministerpräsident ist.  Read the rest of this entry »

Auch in diesem Blog ist schon viel über die unerträgliche Feigheit und bereitwillige Aufgabe der Meinungsfreiheit in Politik und Medien geschrieben worden. Zur Abwechslung darf auch einmal ein Lob ausgesprochen werden für diesen beherzten tagesschau.de-Kommentar von Evi Seibert. Read the rest of this entry »

Wer braucht den Sozialstaat, wenn es keine Armen mehr gäbe? Wer braucht den sozialistisch-industriellen Komplex, wenn alle Menschen sich selbst zu helfen wüssten? Die ganzen Lobbyisten der vermeintlich Schwachen verkaufen letztlich nur die eigene Dienstleistung, die nicht von deren Kunden sondern der Allgemeinheit alimentiert wird. Von einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes oder einer Vermögensabgabe versprechen sich die paritätischen Wohlfahrtsverbände, die Caritas oder die Diakonie vor allem eins: Steigende Einnahmen.  Read the rest of this entry »

Nachdem die französische Zeitschrift Charlie Hebdo heute etwas gesunden Menschenverstand in die Affäre um den Mohammed-Film und die Proteste der muslimischen Friedensbewegung brachte, will die Titanic nun nachziehen. Es sollte den Vertretern des Qualitätsjournalismus und der Politik zu denken geben, dass es die Albernen, die Witzemacher, die Satiriker und Humoristen sind, die offenbar als einzige für die Freiheit der Meinung eintreten, einem Recht, für das viele Menschen Kopf und Kragen riskiert haben.

Und während die Komiker nicht mehr tun, als ihr Recht zu praktizieren, schreien Medien und Politik danach, dass die Meinungsfreiheit angeblich durch so etwas wie “Verantwortung” begrenzt sei. Einige CSU-Leute wollen gar Gesetze ändern, um besser gegen Blasphemie vorgehen zu können. Früher wäre so ein Vorgang ein Fall für den Spiegel gewesen, aber dessen Mitarbeiter schreiben lieber Rührstücke über irgendwelche Muslime, die sich scheinbar durch einen komischen Film “gekränkt” fühlen, aber kein größeres Problem mit religiös motivierten Todesstrafen oder Geschlechterapartheit in den Ländern haben, in denen die Vertreter ihrer Lieblingsreligion das Sagen haben.

Die gute Frau Krausen wirkt ja ganz sympathisch, aber an einer Stelle hätte Frau Langer ruhig einmal nachfragen können:

“Es ist diese Mischung aus Revoluzzergeist und Bockigkeit, die Krausen zum Islam gebracht hat, das Aufbegehren gegen ihr engstirniges und konservatives Elternhaus in der Nähe von Aachen, wo die beiden Brüder alles durften und sie wenig.”

Wie sich die Zeiten doch geändert haben. Nach dieser Begründung müsste Frau Krausen heute in irgendeine andere Religion übertreten.

Das französische Magazin Charlie Hebdo will morgen neue Mohammed-Karikaturen veröffentlichen. Bleibt nur noch die Frage, wie die Juden diesen genialen Schachzug wieder eingefädelt haben. Jakob Augstein wird die Öffentlichkeit sicher auf dem Laufenden halten!

Die Süddeutsche nutzt wieder mal einen plumpen Trick: Sie zitiert das Ergebnis eines Entwurfes einer Studie ohne die Quelle offen zu legen. Und nimmt dem Kritiker dagegen die Chance, die Hypothese zu widerlegen. So bleibt nur die Nachricht haften: Die Reichen werde immer reicher. Doch ob das stimmt, muss bezweifelt werden.

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Das partei-übergreifende Appeasement, dass die deutsche Politik den Islamisten gegenüber zeigt, ist nicht mehr und nicht weniger als die Kapitulation des freiheitlichen Rechtsstaates vor der Scharia. Das Recht sagt, dass hier jeder einreisen darf, der sich an unsere Gesetze hält, und dass man auch noch so geschmacklose Filme aller Art zeigen darf, ist ebenfalls Usus. Wenn wir uns durch den arabischen Mob so anzählen lassen, wie das der Innen- und Außenminister gerade mit der Unterstützung der Opposition machen, senden wir das falsche Signal: Dass es sich lohnt, Botschafter zu ermorden, Christen zu überfallen, zu morden und zu brandschatzen. Das ist die falsche Botschaft.  Read the rest of this entry »

Aufgrund seiner Schreibe kann bei Stefan Kornelius’ Kommentar zu den Angriffen auf amerikanische Botschaften angenommen werden, dass er ihn nach ein paar Gläsern feinsten Rotweins geschrieben hat. Aber da Betrunkene und Kinder meistens die Wahrheit sagen, dürfen wir davon ausgehen, dass der Henri-Nannen-Kader genau das aufgeschrieben hat, wovon er felsenfest überzeugt ist. Und das klingt dann so:

“Es ist müßig, hier nach Tätern und Opfern zu unterscheiden. Diesmal ging die Provokation von amerikanischen Extremisten aus, islamistische Fanatiker haben sie angenommen und nicht minder radikal zurückgezahlt.”

Die Tatsache, dass die Opfer in diesem Fall ganz eindeutig der amerikanische Botschafter in Libyen Chris Stevens und seine Mitarbeiter sind, ist Kornelius egal. Für ihn sind die aufgepeitschten Massen auf den Straßen der muslimischen Welt die Opfer eines gefährlichen Regisseurs und eines gefährlichen Films, für den sich keine Sau interessiert, der jetzt aber als große Gefahr des Weltfriedens dargestellt wird. Ein Film ist für Herrn Kornelius also nicht nur völlig gleichwertig mit Mord und Totschlag, für ihn ist er auch die unvermeidbare Konsequenz und vor allem eine ausreichende Entschuldigung für solche Taten.

Wenn Kornelius diese gleichen Maßstäbe an den Massenmörder Breivik anlegte, dann wäre dieser ein Opfer seiner Opfer und trägt keine Schuld an seinen Taten.