Als Michail Gorbatschow 1986 an die Spitze der Sowjetunion trat, erzählte er von Glasnost und Perestroika. Aber er wollte keine Freiheit, keinen Wettbewerb und keine Marktwirtschaft. Er wollte den Sozialismus retten. Dass das mit den Mitteln des greisen Politbüro im Kreml fehlgeschlagen war, war offensichtlich. Der Sowjetunion stand das Wasser bis zum Halse. Dem Iran geht es nicht anders. Wie weiland Adolf Hitler hoffen die Mullahs auf die Wunderwaffe, die ihnen den Arsch rettet. Das Land kann nicht mal genug Öl raffinieren, um seinen eigenen Bedarf zu produzieren. Die Mittel reichen nicht mehr, um sich das Schweigen der Bürger durch Lebensmittelsubventionen zu erkaufen. Die Inflation galoppiert. Und die Betriebskampfgruppen, denen die Unternehmen deFacto gehören, stecken mögliche Gewinne in Enduros, Schlagstöcke und Gewehre und nicht ins eigene Unternehmen, dessen Kapitalstock ausgehöhlt werden. Nun kommt ein neuer Präsident von Mullahs Gnaden und schlägt den USA vor, die Botschaft in Teheran wieder zu eröffnen. 

Gorbatschow verkam zum Pop-Star.  Es wurde völlig übersehen, dass sein Appeasement aus eigener Schwäche erwuchs. Er hatte begriffen, dass Ronald Reagan, der hierzulande dagegen zum Satan stilisiert worden war, die Sowjetunion einfach niedergerüstet hatte, auf Kosten des amerikanischen Staates. Mit seiner überhöhten Schlagzahl konte die marode Sowjetunion einfach nicht mehr mithalten. Da war es einfacher, die eigene Existenz durch friedliche Koexistenz zu retten und die Ressourcen für den vermeintlichen Aufbau der Infrastruktur zu finanzieren. Doch auch das mißlang. Zentralverwaltungswirtschaften müssen Diktaturen sein, um den Plan durchzusetzen. Und sie minimieren das in einer Gesellschaft vorhandene Wissen auf das der zentralen Plankommission.

Das ist im Iran nicht anders. Auch dort herrscht eine Planwirtschaft. Die lässt zwar insbesondere bei den Klerikern Privateigentum zu, doch der Staat bestimmt, was damit zu geschehen hat. Und wie erwähnt, ökonomisch ist der Iran am Ende.

Anders als bei der Sowjetunion ist aber diese Situation des Mullah-Regimes brandgefährlich. Die Sowjets wussten, wer als erstes auf den roten Knopf drückt, stirbt als zweiter. So funktionierte die nukleare Abschreckung im zweiten Krieg. Aber sie glaubten weder an Allah, Jahwe oder Gott. Das heißt nichts anderes, als dass für sie mit dem Druckknopf Schluß war. Finito. Unwiderruflich.Der gemeine Moslem kann dabei bei heroenhaften Einsatz immer noch auf 73 Jungfrauen hoffen. Das macht den Finger am Abzug locker.

Der neue Iranische Präsident gibt sich moderat, während seine Schergen Hamas und Hisbollah genauso weiter mit Raketen versorgen und den syrischen “Präsidenten” mit Waffengewalt an der Macht halten.  Ihr einziges Problem: Sie können sich den Terror nicht mehr leisten. Deshalb müssen Sanktionen gelockert werden. Die Bombe kommt dann eben ein wenig später. Abgesehen davon, dass niemand weiß, ob sie nicht schon genug Uran haben oder sich bei Korea-Kim im Zweifelsfall nicht ein wenig ausborgen könnten.

Was kaum jemand realisiert: Die Mullahs sind viel gefährlicher als die Sowjets. Sie fürchten den eigenen Tod nicht. Rohani hat so nur kleine Chancen, wie Gorbatschow als Totengräber des eigenen Systems erfolgreich zu sein.