Der Konsum von Marihuana hat sicherlich einige positive Nebeneffekte. Das gilt für Alkohol oder Morphium unter bestimmten Umständen aber auch. Gras und Haschisch als Wunderheilmittel zu bezeichnen ist aber nicht korrekt. Die Tatsache, dass Alkohol aber konsumiert werden darf und in manchen Situationen sogar zum guten Ton gehört, macht ein Verbot der Droge aus Hanfblüten aber zu einem großen Witz.

Der Sprecher des amerikanischen Präsidenten bezeichnete das Kiffen nun als “Untugend” und “schlechte Gewohnheit” und begründete damit die ablehnende Haltung der Regierung gegenüber einer vollständigen Legalisierung. Wenn diese beiden Prädikate aber ausreichen, um eine Substanz oder eine Handlung zu verbieten, dann steht der staatlichen Willkür jede Tür offen. Was ist mit Selbstbefriedigung? Oder dem unauffälligen Blick über die Schulter auf einen wohlgeformten Hintern? Der Untugend, fettes Essen oder klebrige Süßigkeiten zu genießen? Der Gefahr, die bei extremen Sportarten schwere Verletzungen zu riskieren? Nebenwirkungen oder Ärger lauern bei fast jeder Tätigkeit.

Dem Staat, der mit zweierlei Maß misst, gehen die Argumente aus und es ist ein großer Fehler, die Argumentation für die Freigabe von Cannabis der Sorte von Typen zu überlassen, die außer Kiffen nichts anderes zu tun haben.