Spiegel-Online-Kolumnist Wolfgang Münchau vergleicht, nein setzt deutsche Unternehmerfamilien mit russischen Oligarchen gleich. Welch Wunder, ausgerechnet die Famile der Spiegel-Eigner fehlt in dieser Aufzählung. Nur auf seinen Mitkolumnisten trifft der Vorwurf nämlich zu. Jakob Augstein subventioniert mit  Spiegel-Gewinnen seine linke antisemitische Kampfpostille “Freitag”, statt die ordentlich zu versteuern, also letztlich auf Kosten der anderen Steuerzahler, denen er gerne so hohe Sätze an den Hals wünscht, die er nicht zu fürchten braucht.

Sie fliegen nicht mit dem Billigflieger in´s Büro, sondern fahren mit dem Auto? Dann sind sie nach der Ansicht von Wolfgang Münchau ziemlich out:

Der relative Innovationsgrad in der Autoindustrie ist schon lange rückläufig. Früher war das Auto synonym mit Mobilität. Heute ist es der Billigflieger.

Da stellt sich doch glatt die Frage, wie die z.B. die 600.000 VW-Mitarbeiter und wohl nochmal so viele Menschen, die bei den Zulieferern arbeiten, von “Billigfliegern” leben sollen.

Kein Wunder, dass Münchau sich ausgerechnet die Familie Porsche/Piech als Beispiel herauspickt.

Schon lehrt uns der absurde Spuk bei VW, dass wir diesen Herrschaften unsere Zukunft nicht anvertrauen sollten.

Anders als Augstein-Erbe Jakob, hat Ferdinand Piech die Ochsentour durch den Staatskonzern  und erst aus dem Beamten-Shuttle-Audi einen Premiumhersteller gemacht. Und dann den bankrotten Mutterkonzern mit harter  Hand saniert. Dabei reiste er keinesfalls auf dem Familienticket. Denn Porsche gehörte Volkswagen keinesfalls und als er seine Karriere bei VW 1972 begann, wurde der Käfer, den sein Großvater einst erfunden hatte, gerade noch ein paar Jahre mit mäßigem Erfolg gebaut.

Erst als Piech schon längst Aufsichtsratsvorsitzender war, setzte die Familie Porsche zum VW-Kauf an. Heute gehören David Porsche immerhin mehr als 50% des Goliath. Das war allerdings Wiedekings Verdienst.

Münchaus Polemik geht auch ins Leere, weil die gr0ße Mehrheit der rund 30 Millionen Menschen, die bei Familienunternehmen beschäftigt sind, eben nicht unter der Fuchtel von Liz Mohn oder Friede Springer stehen. Sie arbeiten in kleinen Firmen, in denen der Chef beim Gang durch die Werkhalle jeden Mitarbeiter mit Namen begrüsst und die als mittelständische Unternehmen sukzessive mit ihre Maschinen und Anlagen, mit ihren industriellen Innovationen den Weltmarkt erobert haben. Münchau sollte sich mal in ein altbackenes Automobil setzen und erst eine Tour durch die sächsische Schweiz oder Vorpommern unternehmen und dann durchs Münsterland oder die schwäbische Alb. Erst wird er keine blühenden Landschaften finden sondern allenfalls ein paar Großfabriken, die in den Neunzigern mit EU-Subventionen gefördert wurden wie all die leeren “Gewerbegebiete”, zwischen deren asphaltierten Zugangswegen und Straßenlaternen allenfalls Gras wächst.

Im Westen findet er in jedem zweiten Kaff eine Fabrik, die organisch gewachsen ist und den Menschen der Region Arbeit gibt, mit ihrer Gewerbesteuer zum Wohlstand beiträgt und dafür, dass die Schule nicht so runter gekommen aussieht wie in den Großstädten.

Münchau ist wie sein Arbeitgeber ein Marxist. Er hat keinen Respekt vor dem Eigentum anderer und meint aus ziemlich schrägen Gründen, zu befinden, wann es geschützt wird und wann nicht. Deshalb will er die Unternehmerfamilien über die Erbschaftssteuer enteignen und zerstört so den Mittelstand wie einst Erich Honecker in der DDR mit der Enteignungswelle 1972. Wer Eigentum umverteilen will, zerstört es. Und damit den Wohlstand einer ganzen Gesellschaft.