Gerade ist Sebastian Vettel zum vierten Mal Weltmeister geworden. Der einzig verbliebene Automobilkonzern in der Formel 1 notiert derweil unter “ferner liefen”. BDaraus kann der Evolutionstheoretiker im Hayekschen Sinne etwas lernen. 

Erinnern Sie sich, als Siemens aus dem Mobilfunkmarkt ausstieg. Der wahre Grund wurde nie diskutiert. Die Entscheidungsstrukturen des Ingenieurs-Konzerns waren schlicht zu langsam für den Modeartikel Mobiltelefon. Bis man einen Trend erkannt und umgesetzt hatte, war er schon Vergangenheit. Nicht andes war es dem Unternehmen ein paar Jahre früher schon auf dem PC-Markt gegangen. Nicht der zu hohe Preis war entscheidend. Sondern die Langsamkeit.

In der Formel eins ist das nicht anders. Mit Jaguar,  BMW, Toyota und Honda haben vier namhafte Hersteller wegen anhaltender Erfolgslosigkeit die Segel gestreckt. Und Mercedes fährt erfolglos hinterher. Trotz Michael Schumacher und Niki Lauda und der Tatsache, dass man den Rennstall gekauft hat, der mit Mercedes-Motoren Weltmeister geworden war, nachdem Honda in der Winterpause Knall auf Fall ausgestiegen war. Ein Jahr später kaufte Daimler den Rennstall, der seitdem hinterher fährt.

Nicht nur Wissen ist Macht, sondern auch Geschwindigkeit. Entscheidungsstrukturen im Wettbewerb müssen effizient sein, wie bei Red Bull. Nicht die Anzahl der Entscheider steigert ihre Qualität notwendigerweise, verlangsamt sie aber in jedem Fall.

Red Bull ist ein mittelständisches Unternehmen mit flachen Strukturen und kurzen Wegen, bei dem am Ende einer das Sagen hat: der Unternehmer. Das macht den Mittelstand erfolgreich und den Unternehmer dem Konzern überlegen. Nicht nur in der Formell 1.