Endlich. Die Deutsche Bank erleidet einen Gewinneinbruch. Im jahr eins nach Ackermann ist der Kulturwandel geschafft. Keine 25% Eigenkapitalrendite, mangels Gewinn keine Riesen-Boni für die bösen Investment-Banker. Keine Ackermannsche Arroganz, der es als Beleidigung empfand, Staatshilfe annehmen zu sollen. Aus dem Symbol der deutschen Prosperiät ist unter der Führung eines Inders und eines Deutschen endlich eine popelige Bank geworden, die knapp an großen Verlusten vorbei geschrammt ist. Ende Legende. Willkommen im Reich des political correct banking. 

Die Häme, die sich in den Meldungen zwischen den Zeilen liest, ist nicht schön. Sie ist dem marxistischen Weltbild geschuldet, nach dem Gewinne immer schlecht sind. Bankgewinne aber besonders. Schließlich haben wir den raffgieren Schnöseln doch die Bankenkrise zu verdanken.

Nein, das ist gar nicht lustig. Auch wenn die vorübergehenden Verluste hauptsächlich Altlasten und daraus resultierenden Abschreibungen resultieren und deshalb im nächsten Jahr wieder ein Milliardengewinn zu  verbuchen ist. Die neuen Bankchefs machen es wie üblich. Sie bereinigen die BIlanz von den Fehlern der Vorgänger. Der größte davon war allerdings ein schlichter Vertrauensbruch. Der Ex-Chef Breuer plauderte über die fehlende Bonität des Medienmoguls Leo Kirch und trieb ihn so in die Pleite. Die Erben Kirchs haben nun einen milliardenschweren Schadensersatz erstritten.

Banken müssen hohe Gewinne machen, damit sie ihr niedriges Eigenkapital finanzieren können. Nur dann können sie auch der Privatwirtschaft und vor allem dem Staat Geld leihen. Und dafür müssen sie spekulieren. Die Hälfte der Spekulation mag überflüssig sein, man weiß nur nicht welche.