Obwohl die Eröffnung des Flughafens “Westpolen International” ausblieb, ist weder in Tegel noch in Schönefeld das Chaos ausgebrochen. BER erweist sich als grandiose Fehlinvestition, die man leerräumen und dann gerne den Salafisten überlassen sollte. 

Ursprünglich hatte Berlin drei Flugplätze: Tegel, Schönefeld und Tempelhof. Alle drei zusammen hatten ausreichend Kapazitäten, um die Stadt zu befliegen. Und Tegel und Tempelhof hatten den wesentlichen Vorteil, das man binnen Kürze in der Innenstadt war.

Als erstes wurde Tempelhof schlecht gerechnet. Der Platz machte angeblich horrende Verluste. Die wären sofort abzustellen gewesen, wenn man z.B. Air Berlin dorthin verlegt hätte, statt in Tegel eine scheußliche Wellblechhütte neben das Rollfeld zu stellen. Damit wäre der Airport garantiert von einem Tag wirtschaftlich gewesen.

Der alte DDR – Regierungsflughafen taugt dagegen perfekt für die Billig-Flieger. Wer es nicht so eilig hat und europaweit oder gar interkontinental fliegen will, kann auch eine dreiviertel Stunde Fahrt in Kauf nehmen.

Wie sich zeigt, können die beiden alten Flughäfen die im Hinblick auf die Kapazitätsausweitung zum geplanten BER-Start problemlos bewältigen. Das ist ein weiterer Beleg für den vereinigten Größenwahn der Politik, die nach einem Prestige-Objekt hächelte, das nun für Milliarden in den märkischen Sand gesetzt wird und das hinter vorgehaltener Hand wirklich kein Berliner wirklich will.

Wer vom allwissenden Staat träumt, dem sei diese Pleite vor Augen geführt, die weit genug entfernt liegt, um sie zu übersehen. Der Terminal entsteht auf der polnischen Seite des Flughafens. Das ist gut für die Leute aus Posen aber schlecht für die Berliner, für die sich selbst im Hinblick auf Schönefeld die Anfahrt um rund 10 km verlängert. Schwachsinn.