Dass die Medien jeden Pups des schwergewichtigen SPD-Vorsitzenden auf den Titelseiten verbreiten, ist für einen klar denkenden Menschen schwer zu ertragen. Nun also ein allgemeines Tempolimit von 120 km/h auf Deutschlands Strassen. Wie sonst könnte der frühere Aufsichtsratsvorsitzende und nach seiner Abwahl als niedersächsischer Ministerpräsident Honorarberater des VW-Konzerns (wofür der das Honorar kriegte, hat bisher keiner begriffen), das Image der deutschen Automobilindustrie schädigen, die in USA, China und Indien hauptsächlich vom Mythos der Autobahn lebt. 

Sachlich ist alles falsch an dem was der Berufsschullehrer behauptet. Deutschlands Autobahnen sind die sichersten Straßen überhaupt. Vergleicht man die überproportional hohe Fahrleistung mit den Opfern der Verkehrsunfälle, so lebt man auf städtischen und gewöhnlichen Landstraßen gefährlicher. Als Fußgänger und Radfahrer sowieso. Auch im internationalen Vergleich steht die deutsche Verkehrssicherheit gut da. Und die Opferzahlen sinken Jahr für Jahr. Nicht wegen der überragenden Verkehrspolitik oder zahlreichen neuen Limits oder Beschränkungen. Sondern wegen der immer besseren Technik und immer sicheren Autos, die mit immer mehr Elektronik Fahrfehler ausbügeln und im schlimmsten Fall mit Knautschzonen und Airbags das schlimmste verhindern, auch wenn ich selbst den Eingriff der Elektronik in meine Fahrweise für sozialistisch halte. Und auf der Autobahn sind die folgenschwersten Unfälle immer dann zu beklagen, wenn LKWs involviert sind – und die dürfen bekanntlich nur 80 km/h fahren.

Zugegeben werden muss, dass die Kleintransporter in den vergangenen Jahren ein kleines Problem geworden sind. Leistete ein VW-Bus Ende der Achtziger Jahre vielleicht 70 oder 80 PS und schaffte mit langem – sehr langem – Anlauf 130 km/h, so können die modernen Turbodiesel schwer beladen 170 oder 180 km/h erreichen. Ihre Fahrer und ihre Hersteller haben das Gesetz der Trägheit vergessen und so verursachen diese Geschosse aufgrund schlechter Bremsen und falscher Selbsteinschätzung der Fahrer gelegentlich Unfälle.

Interessanter ist aber, was den Sozi Gabriel dazu treibt, ein solches Limit zu fordern: Und das ist sein Drang nach Gleichmacherei. In seiner Welt sollen alle das Gleiche essen, trinken, fahren, verdienen und denken. Dann ist alles gut – für Siggy Pop – den Popbeauftragten des SPD-Vorstandes außer Diensten. Deshalb sollten sie am besten auch das Gleiche hören. Wie wäre es mit Rolf-Michael Kunze (“Dein ist mein ganzes Herz”), dem singenden Oberlehrer, der schon eine Nerd-Brille hatte, als niemand wusste, was ein Nerd überhaupt ist. .

Dabei ist Geschwindigkeit, wie fast alles, relativ. Auf einer gut ausgebauten, dreispurigen und trockenen Autobahn kann man sicher 250 km/h oder mehr fahren, ohne irgend jemanden, sich selbst eingeschlossen, zu gefährden. Auf demselben Abschnitt können aber schon 80 zu viel sein, wenn es in Strömen regnet, Aquaplaning herrscht oder Nebel die Sicht behindert.

Und das ist das Problem des Sozialismus: Um gleichzumachen, was nicht gleich ist, wird verallgemeinert und das Wissen derjenigen, die selbst entscheiden können, was zu tun ist, ignoriert.  Die Ineffizienz dieser Ideologie liegt in der Vernichtung und Ignoranz von Wissen.

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