Eigentlich kommentieren wir ja nicht tagesaktuelle Ereignisse der deutschen Innenpolitik. Aber die desolate Situation des Parteienstaates und die mangelnde Phantasie der politischen Kommentatoren auf allen Kanälen veranlasst mich dann doch über die Gemütslage des hessischen Ministerpräsidenten zu mutmassen: Der Mann will Kanzler werden. Und das kann er nur, wenn er sich von der Unglückstante Merkel distanziert.

Unter Merkel kann er nicht mehr viel werden. So krank ist Schäuble (noch) nicht, als das er abgelöst werden könnte. Und das Panikmanagement der europäischen Politik offenbart, dass dort keiner eine Ahnung hat, wie die “Krise”, die am Anfang gar keine war, zu beenden wäre. Da kann Koch seinen Rücktritt gerne mit mangelndem Einverständnis und ökonomischer Weitsicht verbinden und sich so als Weltökonom als Regierungschef empfehlen. Man denke nur an Kurt Georg Kiesinger, der nach dem Sturz des Kanzlers Ludwig Erhards aus dem Hut gezaubert wurde.

Let´s wait and see.