Es ist schon auffällig, wie viel Aufmerksamkeit Paul Kirchhof für sein neues Steuergesetzbuch in den Medien bekommen hat, obwohl es ja alles anderes als “auf der Agenda” steht, wo es allerdings dringend hingehört. Denn die Einführung seines Steuerrechts würde eine Wachstumsdynamik entfachen und ungeahnte Steuereinnahmen in die Staatskassen spülen.

Der Grund für die Maximierung der ökonomischen Wohlfahrt der ganzen Volkswirtschaft ist ganz einfach: Der Einsatz des in der Gesellschaft vorhandenen  Wissens wird maximiert: Die Bürger trachten nicht mehr danach, ihre Steuerpflicht zu minimieren und folgen so zwangsläufig ein paar Regeln, die sich eine Handvoll Finanzbeamte auf Geheiß der Politik einfallen ließen, die gerade dieses oder jenes Verhalten für förderungswürdig halten.

Sondern ihnen (den Bürgern) bleibt gar nichts anderes übrig, als bei feststehender Steuerlast die eigene Wohlfahrt zu maximieren. Das trifft insbesondere für die Freiberufler und mittelständischen Unternehmer zu, die nicht bei jedem neuen Projekt erst mal ihren Steuerberater konsultieren müssen.

Finanzierungsprobleme in der Übergangszeit können durch ein Optionsmodell überwunden werden: Wer seine alten Steuer”-Vorteile” noch aufbrauchen möchte, wird solange auch noch nach den alten Sätzen versteuert.

Merkel und Rösler sollten deshalb Kirchhofs Steuergesetzbuch nehmen und eins zu eins in den Bundestag tragen. Inkrafttreten zum 01.01.2012. Dann würden Grüne und SPD im Bundesrat herausgefordert und müssten begründen, was besser daran ist, den Menschen in die rechte Tasche zu stecken, was sie ihnen vorher aus der linken gezogen haben, nicht ohne einen erheblichen Teil vorher für Administration und Verwaltung abgezogen zu haben.

Das Medienecho, das Kirchhof erzeugt, stimmt allerdings hoffnungsfroh. Einige in den Redaktionsstuben scheinen zu ahnen, dass die Grün-Rote Revolution uns auf den Holzweg führt.

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