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Die wöchentliche Kolumne des Spiegel-Eigners Jakob Augstein ist stets ein Quell der Freude. Bestätigt sie doch immer alle Vorurteile, die man gegen den linken Schnösel reicher Eltern haben kann, der seine Karriere nur dem verdankt, was er Anderen nicht gönnt: seinem Reichtum. Dass er den enteignenden Spitzensteuersatz, den er anderen aufoktroieren will, nicht fürchten muss, liegt an einem geschickten Steuersparmodell, das dem, was der gemeine Zahnarzt so treibt, an Perfidität weit überlegen ist: Der wahre Sohn von Schlußstrich-Walser finanziert damit die linke, antisemitische Klassenkampf-Postille “Freitag”: Nun schwingt er reichweitenwirksam bei SPON gegen die Kanzlerin die Moralkeule, in dem er sie der Korruption bezichtigt, weil sie eine Spende der BMW-Eigner-Familie Quandt einheimst, nachdem sie sich für die Interessen der deutschen Automobil-Industrie eingesetzt hat. Augsteins dümmlich-säuerlicher Moralismus offenbart aber vor allem eins: Dass er mal wieder von dem, worüber er polemisiert keine Ahnung hat.  Read the rest of this entry »

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Wenn der spanische Ex-Premier Demonstranten den Mittelfinger zeigt, Berlusconi über die Opposition scherzt oder John McCain ein Liedchen über die Bombardierung des Irans anstimmt, dann ist Spiegel Online zur Stelle und empört sich ganz heftig. Wenn aber in einer Zeichentrickserie ein dümmlicher Witz über das behinderte Kind der gefährlichen und rechts-/erz-/streng-/radikal-konservativen Sarah Palin gemacht wird und diese nicht mitlacht, dann frühstückt die SPON-Redaktion einen Clown und klopft sich tüchtig auf die Schenkel. Anschließend wird die Synchronsprecherin ausgegraben und als Hof-Behinderte benutzt, denn sie leidet ebenfalls am Down-Syndrom. Und wie bei den Itzigs, Negern und Homos kann nur ein Mitglied der entsprechenden Gruppierung entscheiden, ob ein Witz über ein anderes Mitglied der Minderheit lustig ist – kennt man einen kennt man alle, ne? Dieser Fall beweist aber endgültig: Geschmacklosigkeit verbindet und macht vor niemandem halt.

Und der Witz geht eben nicht auf Kosten Sarah Palins, liebe Andrea Fay Friedman. Nicht Palins Ansichten oder ihr Aussehen wurden hier verulkt, sondern die Tatsache, dass ihr kleiner Sohn mit einer schweren Krankheit zur Welt kam. Solche Scherze sind legitim, der ein oder andere lacht bestimmt darüber, aber Frau Palin vorzuwerfen, sie habe keinen Humor, weil sie nicht über die Krankheit ihres Sohnes lachen kann, ist einfach nur dämlich.