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“Hey Hannah, schreib mal was zum Trailer von diesem Starwars-Film”, rief der Redakteur in Hannah Pilarczyks Richtung, die sich gerade auf der Internetseite der SZ Informationen zum Stand des Kampfes gegen den Kapitalismus besorgt hatte. Missmutig räumte sie die Stapel alter taz-Ausgaben von ihrem Schreibtisch und tippte bei Google “sta war trailer” ein und korrigierte sich schnell. Das Ergebnis war nur ein ganz kurzes Filmchen, aber gleich zu Anfang klappte Hannah die Kinnlade runter: In einer Wüste stand da doch tatsächlich ein Neger. Schwarz und kraushaarig kuckte er gehetzt in die Kamera. Und er trug die Klamotten eines Sturmtrupplers. Sollte die Nachfolgeorganisation des Galaktischen Imperiums endlich die lange geforderten Antidiskriminierungsregeln der Bundesregierung umgesetzt haben? Hatte die natürlich von Hannah unterstützte Twitter-Kampagne #empireagainstracism Erfolg gehabt? In ihrem erschreckend unwitzigen Text über den Trailer, für den sie sicherheitshalber den Filmexperten David Kleingers mit ins Boot holte, lobte sie entsprechend ihre grandiose Entdeckung. Über die Frage, wieviele Schwarze sich sonst unter den komischen Hüten der imperialen Soldaten versteckt hatten, dachte sie natürlich nicht nach und ähnelte damit fast all den normalen Menschen, die sich beim betrachten eines solchen Trailers entweder die Frage stellen, wie sie die Zeit bis zum erscheinen des Films nur ertragen sollen, oder “Ihh, Science Fiction” denken und denen die Frage nach der Hautfarbe eines Darstellers als allerletztes durch den Kopf schießt. Hannah war aber Filmexpertin und hatte sich den Ruf erarbeitet, immer wieder versteckte Botschaften in unglaublich langweiligen Filmen aufzuspüren und sah im plötzlichen Erscheinen eines Nicht-Weißen ein großes Thema: Star Wars wird divers. Und sie zählte mit der Hilfe von Wookiepedia schnell einen Teil aller bekannten andersfarbigen Schauspieler des Films auf, deren Schreibweise Kollege Kleingers jeweils schnell korrigierte. Als sie mit ihrer Liste Nichtweißer fertig war, lehnte sie sich zufrieden zurück und bevor sie ein kleines Nickerchen einlegte, spürte sie doch etwas Stolz darüber, die Welt wieder einmal ein Stück gerechter gemacht zu haben.

Eine ganz tolle und emanzipatorische Geschichte! Während in anderen Teilen der Welt Frauen als Sklavinnen verkauft werden oder ihnen die Klitoris abgeschnitten wird, hat die 15-jährige Henrietta Berger dem schwedischen Patriarchat einen empfindlichen Schlag versetzt. Sie hat mit einer Email dafür gesorgt, dass der schwedische Fußballverband nun “Schiedsrichtende” und “Spielende” statt “Schiedsrichter” und “Spieler” schreibt.

Die Spiegel Online-Schreibende Frauke Lüpke-Narberhaus hat die Berger interviewt. Die sieht “alles durch eine Geschlechterbrille”, weil sie und übrigens auch fast alle ihrer Freundinnen Feministinnen sind. Sie hat auch schon ein Praktikum im schwedischen Gleichstellungsministerium gemacht und fand das “total spannend” – da würde sie auch gerne arbeiten.

Fußball spielt die Frauenbefreiende Berger aber nicht mehr – scheinbar hat die sexistische Umwelt sie so sehr beeinflusst, dass sie heute Ballett-Tanzende ist.

Die Hannah wollte unbedingt etwas über den Neoliberalismus schreiben. An dem Präfix “Neo” erkennt man übrigens, dass es sich dabei um etwas handelt, was den Neonazis ähnelt. Das weiß Hannah ganz genau, seit sie bei der hippen Illustrierten “Neon” gebarbeitet hat. Read the rest of this entry »

Wenn linke Journalisten über Steuern schreiben, dann ergeben sich ungemein spannende Einblicke in die großen Geister des Qualitätsjournalismus. Bei Spiegel Online fabuliert Christian Rickens, Chef des Wirtschaftsressorts, über die Erbschaftssteuer, denn die findet der Christian ganz ungemein wichtig. Warum? Read the rest of this entry »

Gesa Fritz hat bei Spiegel Online heute ein ganz besonderes Rührstück abgeliefert, das außergewöhnlich verlogen und doof daherkommt. Es handelt von einer deutschen Lehrerin, deren Hobby es ist, mit Personen zu korrespondieren, die in amerikanischen Todeszellen einsitzen. Ihr aktuelles Hobby heißt Willie Trottie. Feitz schreibt, er habe “laut Staatsanwaltschaft” zwei Menschen ermordet und zwei verletzt. Schon dieser Satz ist natürlich Unsinn, obwohl er so schön anklagend klingt. Eine Jury hat Trottie für schuldig befunden und nicht irgendein böser Staatsanwalt. Seine Tat wird so beschrieben: Read the rest of this entry »

Nelson Mandela ist noch nicht einmal 24 Stunden tot, da melden sich schon die Experten zu Wort, die mit seinem Vermächtnis ihre eigenen kruden Vorstellungen untermauern wollen. Read the rest of this entry »

Ha! Da hat sich der hardlinerische Oberjude aber mal so richtig vertan. Der bekannte Brutalinski aus der zionistischen Entität zwischen Jordan und Mittelmeer hat im persischsprachigen Programm der BBC ein Interview gegeben und doch tatsächlich gesagt, er wünsche der iranischen Jugend, Jeans tragen, westliche Musik hören und frei wählen zu können. Read the rest of this entry »

hat Christian Rickens mit einer Schilderung des politischen Systems für Spiegel-Online. Nein, liebe Leserin, Sie haben sich nicht verlesen und ich habe mich nicht verschrieben. Read the rest of this entry »

Die Geschwister Augstein waren nicht nur als moderne Antisemiten mehrfach Gegenstand unserer Kommentierung. Was sie so gefährlich macht ist nicht nur ihr guter Namen, für den sie nichts können. Immerhin ist wenigstens – soweit bekannt-Franziska die leibliche Tochter des Rudolf seligen Angedenkens. Bei der Übertragung von Hirn, journalistischem Talent oder politischer Urteilskraft ist es aber bei ihr augenscheinlich zu einer Mutation gekommen, die dem Alten die letzten Sinne rauben würde. Gestern hat sie im Deutschlandfunk ihre Sicht des Journalismus erklärt, die für sie eine Frage der Haltung hält. Dem Online-Journalismus beim Spiegel wünscht sie eine Verlangsamung, damit der Takt der Website endlich ihrer Denkgeschwindigkeit entspricht.  Read the rest of this entry »

Vor 46 Jahren begann der Sechs-Tage-Krieg. Die israelische Armee hat aus diesem Anlass einen Twitter-Account eröffnet, in dem die Geschehnisse aus dem Jahr 1967 minutengenau getwittert werden. Für Spiegel Online ein unfassbarer Akt der Propaganda, den die Schreiber der Online-Klowand direkt für die eigene Propaganda gegen die zionistische Entität an der Levante nutzt. Eine kurze Zusammenfassung des Kriegsausbruchs klingt dort so: Read the rest of this entry »

Als gestern Nachmittag gemeldet wurde, dass die Täter von Boston „foreign born“ sind und aus Hass auf die USA gehandelt haben bekam ich einen Riesenschreck. Waren es etwa deutsche Qualitätsjournalisten? Wollte ein verzweifelter Marc Pitzke angesichts des Scheiterns verschärfter Waffengesetze ein Zeichen gegen die NRA setzen? Und wo ist eigentlich Jakob Augstein? Read the rest of this entry »

Spiegel Online Kulturmann Andreas Borcholte schreibt über den neuesten Teil der Stirb-Langsam-Reihe und man glaubt auf dem Bildschirm die Flecken seiner Tränen zu sehen. Der gelernte Soziologe kann mit dem Action-Streifen nämlich so gar nichts anfangen. Und da die qualitativ gewohnt hochwertige Belegschaft von SPON im Zweifel links ist, misfällt es ihm doch sehr, dass die Schurken Russen sind und John McClane sie ohne jeden kritischen Dialog beseitigt. Read the rest of this entry »

Es ist für die Deutschen ein großes Glück, dass die Heilsgeschichte rund um Präsident Obama nur von den fähigsten Kräften des deutschen Journalismus in die Heimat gefunkt wird. Bekanntlich können religiös verehrte Figuren nur durch das Böse an ihren durch und durch guten Taten gehindert werden. Bei Jesus waren es zionistische Elemente und die Römer, bei Mohammed die Kuffar, bei Hitler die anglo-amerikanischen Plutokratien und beim Weltkommunismus irgendwelche schäbigen Kapitalisten. Bei Obama sind es nun die, die schon seit 2001 dafür gesorgt haben, dass in deutschen Redaktionsstuben und Wohnzimmern regelmäßig Hüte an die Decken flogen: Die Neokonservativen. Read the rest of this entry »

Vom Sturmgeschütz der politischen Korrektheit, das sich neulich noch über den Rassismus in Stefan Raabs Politshow ausweinte, hätte man etwas mehr Feingefühl erwarten können!

Dem einen oder anderen Medienkonsumenten flatterte in den letzten Tagen eine E-Mail von Stefan Buhr ins Haus, seines Zeichens „Leiter der Leserbefragung“ beim SPIEGEL-Verlag. Der Empfänger wird darin zur Teilnahme an einer Umfrage zur „Presse- und Meinungsfreiheit“ aufgefordert. Eigentlich eine gute Initiative angesichts der aktuellen Bedrohung eben dieser Freiheiten durch gewaltbereite religiöse Fundamentalisten möchte man meinen, doch darum geht es natürlich nicht. Read the rest of this entry »

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