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Kübra Yücel ist ziemlich jung, beherrscht die deutsche Sprache einwandfrei, glaubt an den Propheten Mohammed und trägt ein Kopftuch. Damit ist sie ausgezeichnet für eine Kolumne bei der Taz, dem “Kinderstürmer aus Kreuzberg” qualifiziert. Denn der jungen Frömmlerin geht die Religion über alles: Sie gründet Netzwerke für Muslime, sorgt dafür, dass die Taz sich zum Thema “Islamophobie” selber interviewen kann, brüllt anlässlich des Propaganda-Coups der Gaza-Flotte auf Londons Straßen “bis ihr die Stimme versagt” mit radikalen Israelhassern “Free, free palestine” und stellt in Londoner Bekleidungsgeschäften neue Rassentheorien mit religiösem Hintergrund auf. So fixiert auf die Religion bleibt nur die Frage, was Kübra überhaupt bei der Taz macht. Wie kommt es, dass ein linkes Blatt, das sonst (mit Ausnahme des deutschen organisierten protestantischen Establishments, das ganz einfach auch links ist) kein gutes Haar an katholischen Betonkels oder evangelikalen Eiferern lässt, sich so auf eine Religion stürzt, um sie zu umarmen und nicht, um sie zu entlarven? Wann werden die ersten Kooperationen mit Kreuz.net, Scientology oder Idea beschlossen, damit auch deren Anhänger ihre komischen Glaubensvorstellungen gegenüber den Lesern der Taz vertreten können?

PS: Lila nimmt sich der Sache angemessen an.