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Scheiße. Einen Post unter diesem Titel hatte ich mir heute morgen überlegt. Und war noch nicht dazu gekommen, ihn zu schreiben. Nun ist es keine Vorraussage mehr, sondern die Beschreibung des Ist-Zustands: Deutschland hat ein Drittel einer 10-jährigen Anleihe nicht verkaufen können. Es fehlen rund 4 Milliarden in der Kasse. Bei einer Gesamtverschuldung von mindestens 2 Billionen macht das zwar den Kohl nicht fett, aber es ist ein Indiz dafür, dass “den Märkten” wer immer das sein mag, langsam schwant, dass die Zinsen der deutschen Staatsanleihen zu niedrig sind, um das Risiko auszudrücken, das hinsichtlich der Rückzahlung besteht. Außerdem steht eine ordentliche Inflation in der Erwartung und die führt für den Kapitalgeber dann zu einem realen Verlust.  Read the rest of this entry »

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Heute hat der griechische Ministerpräsident angekündigt, dass die Sparmaßnahmen und der Schuldenschnitt von einem Referendum abhängig gemacht werden sollen. Die Griechen haben also die Chance, das Protektorat, das die EU über ihnen zu errichten gedenkt, zu verhindern.  Die Reaktionen sind abzusehen: Blankes Entsetzen auf den Seiten der EU-Nationalisten, die nichts weniger leiden können, als eine Wahlurne, an der die Europäer über ihr Verhältnis zu Brüssel abstimmen dürfen. Bisher waren die EU-Befürworter in der Lage, alle Referenden zu diesem Thema für null und nichtig zu erklären oder ganz einfach zu ignorieren. Read the rest of this entry »

Laut Tagesschau demonstrierten europäische Gewerkschaften in Breslau heute für folgendes: “Die Politik soll nicht mehr von Banken und Rating-Agenturen beeinflusst werden.”

Dieses Ziel kann nur erreicht werden, wenn Staaten sich nicht mehr im Namen ihrer Bürger verschulden. Aber so weit haben die Gewerkschaftsbosse natürlich nicht gedacht.

Denn da haben wir das hier und später  hier festgestellt. Grund sind die falschen Anreize, die die Staaten gegenüber den Banken und Investoren gesetzt haben.  Das war hier schon am 18. November zu lesen. Nun sind alle ganz überrascht, dass das Geschäftsmodell sich fortsetzt. Diesmal macht es die italienische Bananenrepublik den Anlegern leicht, einen Vorwand dafür zu finden, die Zinsen für italienische Staatsanleihen in die Höhe zu treiben, um sie irgendwann an den Rettungsschirm zu verkaufen. Und schon gerät das politische Establishment in Aufruhr, der nächste Krisengipfel steht an und die EZB fordert die Erhöhung des Rettungsschirms, um die Fiktion aufrecht zu erhalten, sie sei nicht pleite.

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