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Annette Schavan ist Forschungsministerin, aber mit Forschung und Wissenschaft hat sie nicht wirklich etwas zu tun, vielmehr stellt sie eines der Geld verpulvernden Feigenblätter der Regierung dar. Jetzt lehnt sich die Gute ganz weit aus dem Fenster. Denn Schavan ist begeistert von der Frömmigkeit “der Muslime” und will Imame daher wie die Vertreter der Kirchen in Schulen schicken, damit sie ihre Frömmigkeit im Rahmen des Religionsunterrichts an die ganz Kleinen weitergeben. Abgesehen davon, dass diese Äußerung von einer Ministerin, die eigentlich für die Wissenschaft zuständig ist, schon etwas merkwürdig ist, sollte sich jeder einmal fragen, warum “Frömmigkeit” an sich zum Unterrichten von irgendetwas qualifiziert. Wie wäre es mit irgendwelchen indischen Gurus? Die sind so fromm, dass sie sich die Wangen durchstechen. Oder ein Vertreter der Piusbrüder? Scientologen sind so fromm, dass sie denken, sie könnten fliegen – sofort einstellen, Frau Schavan! Die Welt ist voller Irrer, die von ihren Wahnvorstellungen vollends überzeugt sind. Solange sie niemandem schaden, sollen sie das auch weiterhin tun, aber diese Figuren in staatlich finanzierte Stellen zu stecken, wäre der reine Hohn.

Wenn das die Themen und Ideen dieser Ministerin sind, sollte man sie am besten in die Wüste schicken. Auf der Sinai Halbinsel steht seit beinahe 1500 Jahren das Katharinenkloster. Ein kultureller Schatz voller frommer Menschen, hier sollte sich Frau Schavan anmelden, vermissen wird sie kaum jemand. Und wenn sie dann schon weg ist, kann ihr Ministerium auch getrost eingespart werden, wie den ebenfalls zu beseitigenden Religionsunterricht an öffentlichen Schulen wird es kaum jemand vermissen.