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Bei Spiegel Online beschwert sich Barbara Hans in einem “Plädoyer” über die Tatsache, dass Frauen in Deutschland zu wenig Leitartikel schreiben. Das ist ihr gutes Recht und wenig interessant. Viel Aufschlussreicher ist der Vorspann zum Text, in welchem sie die typische Geisteshaltung deutscher Journalisten zusammenfasst:

“Deutsche Zeitungen sind voll von klugen Kommentaren, wegweisenden Ideen, schlauen Volten. Fast immer stammen sie von Männern. Denn was Deutschland denkt, bestimmt nur die Hälfte der Bevölkerung.

Das ist das Selbstverständnis der meisten Journalisten: Wir bestimmen, was ihr denkt. Gegen diesen Anspruch hat Frau Hans nichts einzuwenden, sie möchte lediglich, dass ihre “Geschlechtsgenossinen” über die Denke der Bevölkerung zu einem gleichen Teil mitbestimmen dürfen.

Wahrscheinlich wurde die Bezeichnung “Meinungsmacher” nie besser erklärt: Streit gibt es nur noch darüber, wer was schreiben darf und wie viel. Die Agenda steht aber unverrückbar im Hintergrund und die Herrschaften sorgen für die passenden Meinungen.

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Presseclub in der ARD: Jörg Schönenborn (Gutmensch), Jakob Augstein (Erbe), Cerstin Gammelin (SZ), Christoph Schwenicke (Spiegel) und Brigitte Fehrte (Berliner Zeitung).

Es geht natürlich um die EU und da geht man in den Qualitäts-Redaktionen lieber auf Nummer sicher und lässt nur solche Journalisten auftreten, die auch die “richtige” Meinung vertreten.

Eines ist klar: Ohne den von den Medien propagierten EU-Nationalismus wäre das Brüsseler Staaten-Konglomerat bereits am Ende. Denn die sonst so kritischen Qualitätsjournalisten haben seit der Euro-Krise nichts anderes zu tun, als den Lesern einzuhämmern, wie toll und wichtig und alternativlos doch das Modell der politischen Union ist. Im Neusprech wird die Union daher nur noch als “Europa” bezeichnet, so als gehörten Norwegen, die Schweiz oder die Ukraine nicht zum Kontinent. Read the rest of this entry »

Heute wird laut der Tagesschau im Rahmen einer festlichen Gala der sogenannte “CIVIS Medienpreis” verliehen, der Medienbeiträge auszeichnet, die sich für “Integration und Vielfalt in Europa” einsetzen. Gut, dass die Tagesschau darüber berichtet, denn sonst hätte sich nun wirklich keine Sau für diese Veranstaltung interessiert. Dabei lohnt es sich in diesem Fall genauer hinzusehen, denn es wird nach einem kurzen Blick auf die Internetseite der “CIVIS Medienstiftung” klar, wer für diese Aktion aufkommt: Der Gebührenzahler. Read the rest of this entry »

Katja Nicodemus von der Zeit im Arte-Journal über den neuen Film (The Ghost Writer) des Vergewaltigers und Regisseurs Roman Polanski (paraphrasiert):

Der Film präsentiert mir eine völlig glaubwürdige Verschwörungstheorie, nämlich dass Tony Blair nur eine Marionette der CIA ist. Nach diesem Film verstehe ich die Weltpolitik viel besser.

Bravo, Frau Nicodemus und Bravo, liebe Zeit, für eine so intelligente Mitarbeiterin!