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Sie weiß es auch, aber es schert sie einen Dreck! Merkel, Westerwelle und Niebel sind gut darin, mit Phrasen um sich zu werfen, aber wenn es ans Eingemachte geht, verkriechen sie sich und kuscheln mit China und Russland. Dieser peinliche Umstand bleibt nicht unbemerkt:

“Am Rande des Freitagsgebets in der ostlibyschen Hafenstadt Bengasi kommt es immer wieder zu Sprechchören, die sich sehr kritisch mit der deutschen Enthaltung im Uno-Sicherheitsrat zur internationalen Militäraktion in Libyen beschäftigen. “Kanzlerin Merkel sollte sich schämen”, skandierten Gruppen von Männern, “Deutschland hat uns im Stich gelassen”. SPIEGEL-ONLINE-Reporter Matthias Gebauer und andere deutsche Reporter wurden immer wieder und teils aggressiv aufgefordert, die deutsche Regierung scharf für ihre Position zu kritisieren. “Frau Merkel sollte wissen, wie wichtig die Freiheit ist”, schrie ein älterer Mann, “der Fall der Mauer wurde auch massiv vom Ausland unterstützt”. Nun aber habe Deutschland die Libyer allein gelassen. “Wenn wir unsere Freiheit erkämpft haben und selber entscheiden können”, prophezeite er, “werden wir keine Geschäfte mit Deutschland machen”. Nur, wer die Libyer unterstützt habe, solle vom Ölreichtum des Landes profitieren. Ganz weit vorne auf der Sympathie-Liste der Gruppen steht Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Nach ihm soll, so glauben viele Rebellen, schon bald die Straße an der Corniche von Bengasi benannt werden.”

So der Live-Ticker von Spiegel Online. Jedes Mitglied der Regierung könnte jetzt bestimmt eine halbe Stunde referieren, warum sie aber doch auf der richtigen Seite stehen, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass sie eben doch auf der falschen Seite stehen. In Syrien werden die Proteste ebenfalls stärker, Westerwelle sollte schnell damit anfangen, die Protestbewegung zu ermutigen und zum Weitermachen anzuhalten, denn dann ist es um so härter, wenn er sie anschließend wieder fallen lässt und desinteressiert mit den Schultern zuckt.

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Nach verschiedenen Medienberichten bereiten sich französische, britische und kanadische Luftstreitkräfte darauf vor, die erste Angriffswelle auf die Truppen des Gaddafi-Clans zu fliegen. Der britische SAS ist angeblich schon in Libyen aktiv und französische Jets kreisen über Bengazi. Auch Spanien, Belgien und Norwegen haben Flugzeuge in die Region verlegt. Deutschland, China und Russland wollen mit all dem nichts zu tun haben. Vom Friedensfürst in Weißen Haus bekommt derweil kaum noch etwas in den internationalen Medien an, er ist dabei, sein Land in jene verhängnisvolle Position zu manövrieren, die die USA in der isolationistischen Phase zwischen den beiden Weltkriegen eingenommen hatten.

Der deutsche Sonderweg, die Bereitschaft der Westeuropäer, für gewisse Grundsätze auch militärische Gewalt einzusetzen, eine passives Amerika, das wegen der Erfahrungen aus einem vorigen Krieg bereit ist, dem Spektakel zuzusehen und damit jene Rolle einnimmt, die die sogenannte Friedensbewegung seit Jahr und Tag von Washington fordert. Das erinnert ungewohnt heftig an die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts.

Gerade jetzt gibt Präsident Sarkozy bekannt, dass die französischen Jets bereits in der Luft sind. Der französische Präsident! Was für ein Unterschied zu 2003.

Wer bei Facebook angemeldet ist, kann hier live mitverfolgen, was in Tripoli passiert. Viel Glück, Libyen.

Seit Hugo Chavez damit begonnen hat, aus Venezuela die DDR Südamerikas zu machen, wird sein primitiver “Bolivarismus” auch von den SED-Kadern als “Sozialismus des 21. Jahrhunderts” gefeiert und Chavez ist der neue Held aller Linken. Auch wenn es in der letzten Zeit ruhig um Hugo wurde (Milch und Strom sind im Erdölstaat Venezuela noch immer Mangelware), melden sich nun er und seine Operetten-Arbeiterführer aus dem Hinterhof der USA zu Wort. Read the rest of this entry »