Während die Politik meint, in jeden unserer Lebensbereiche mütterlich einzugreifen, hat der Staat die Macht verloren, innen und außen. Das gilt für Polizei und Militär und ist der wahre Grund für das Mißtrauen der Gesellschaft gegenüber einem Establishment, das bei den ureigensten Aufgaben versagt. 

Wir können den Polen, Ungarn, Tschechen und Balten nur dankbar sein. Sie schützen uns mit Haut und Haaren wirksam vor einer möglichen russischen Repression und sei es nur ein Erpressungsversuch. Wir liegen genüsslich in der NATO-Hängematte und lassen uns auch vom atomaren Schirm der Amerikaner schützen. Wir selbst verfügen seit geraumer Zeit nicht mehr über eine einsatzbereite Truppe. Unsere U-Boote tauchen nix, unsere Flieger müssen am Boden bleiben und unsere Panzer haben wir an die Türkei verkauft.

Aber auch im Innern hat die Politik  das Gewaltmonopol aufgegeben. Ob die Polizei Recht und Gesetz durchsetzt, hängt von zwei Komponenten ab: Ob sich über Bußgelder oder Strafen staatliche Einnahmen generieren lassen und vom Zufall.

Ob gerade genug Polizei da ist oder nicht wie auf der Domplatte, ob sich das Demonstrationsrecht und die Meinungsfreiheit durchsetzen lässt. An diesen Verlust haben wir uns schleichend gewöhnt.

Der Staat hat dieses Monopol freiwillig zur Disposition gestellt, als man sich während der Flüchtlingskrise entschloss, die deutsche Grenze wegen der “Bilder” aufzugeben, wenn die armen Flüchtlinge mit Wasserwerfer und Waffengewalt vom Betreten der Bundesrepublik Deutschland abgehalten würden. Die eigene Position im Politbarometer war wichtiger als der Amtseid.

Gute Nacht.

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