von CARL CHRISTIAN JANCKE

Seit Jahrzehnten predigen die Politiker, wenn die so genannten Palästinenser ihren eigenen Staat hätten, würde im Nahen Osten Frieden einkehren. Doch das wird nichts werden. Denn den hätten sie schon längst haben können. Wollen sie aber gar nicht. Stattdessen feuert die Obama-Administration quasi im Gehen noch eine Doppel-Salve auf Israel. Und damit ist kein lateinischer Friedensgruß gemeint. 

Das erste Mal hat eine amerikanische Regierung eine gegen Israel gerichtete Resolution im UN-Sicherheitsrat nicht verhindert. Und zum zweiten hat der Nachfolger von Hillary Clinton, Kerry in einer groß angekündigten Rede den jüdischen Siedlungsbau im Westjordanland und Jerusalem zur einzigen Ursache des Nahostkonflikts erklärt. Weil das eine Zweistaatenlösung verhindern würde. Auch deuttsche Politiker aller Coleur stimmten in diesen Chor ein: Muttis Liebling, Ex-Umweltminister und heute Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses Norbert Röttgen und der Grüne Omid Nouripour und der ehemalige Berufsjugendliche, Ex-Juso-Vorsitzende und Berufsstudent Niels Annen haben konzertiert gegen die israelische Siedlungspolitik protestiert.

Nach dieser Logik müssten übrigens die Vereinten Nationen fordern, den israelischen Arabern ihre Bürgerrechte abzuerkennen und ihren Grundbesitz im Vorhinein zu enteignen und sie am besten in die Westbank auszusiedeln. Zwangsweise. Denn wenn Juden, die im zukünftigen arabischen Staat siedeln, seiner Gründung entgegenstehen, stellt sich die Frage, was mit den mehr als 1 Millionen Araber ist, die alle Rechte als Staatsbürger Israels genießen, Sie brauchen ihn nur nicht zu verteidigen.

Man kann das Spiel weiter treiben. Könnten israelische Kinder in einen  palästinensisch-israelischen Kinder Zwei Bustan in Gaza Stadt lebend erreichen? Ein Bustan gibt es natürlich in Israel, auch wenn Irene Wachendorff, berühmte Kostümjüdin aus Remagen und Ruprecht Polenz, ehemaliger Vorsitzender des Auswärtigen Außschusses des Deutschen Bundestages ihr Interesse am nicht gegründeten Verein für den Waldorfkindergarten verloren haben. Man stelle sich mal eine jüdische Kolonie im Gazastreifen vor, die eine Synagoge baut.

 

Modell Sodastream

Die Lösung liegt letztlich nicht in zwei Staaten, sondern einer  verflochtenen Wirtschaft in der Region. Am Ende könnte eine Föderation mit israelischen und arabischen Gebieten stehen. Ein erfolgreiches Modell ist gerade von den ignoranten Boykotteuren zerstört worden. Sodastream, in jedem Supermarktregal sind die Maschinen zur Versprudelung von Leitungswasser zu finden. Und die wurden mit hoher Wahrscheinlichkeit bis Ende 2015 in Mischor Adumim von 500 Palästinensern, 450 arabischen Israelis und 350 jüdischen Israelis im Westjordanland produziert. Dabei wurden alle gleich nach israelischem Tariflohn bezahlt, der ein vielfaches des Durchschnittseinkommen der Araber ausmachte. Doch für den Unternehmenschef entpuppte sich das Werk, das in einer der vermeintlich illegalen Siedlung liegt, als “Stachel in der Seite”, weil der Ruf durch anhaltende Boykottaufrufe litt und laut EU-Vorschriften nicht die Bezeichnung “Made in Israel” tragen durfte. Auch weil man sieben Millionen Euro Produktionskosten sparen konnte, wurde die Fabrik in die völkerrechtlich unumstrittene Wüste Negev verlegt. Rund 430 Araber aus der Westbank verloren ihren Job. Die restlichen 74 erhielten unlängst keine weitere Arbeitsgenehmigung und mussten entlassen werden.

Auch wenn das nicht die einzige Ursache war, die Boykotteure hatten ihr Ziel erreicht. Das Ergebnis waren 500 arbeitslose “Palästinenser”.

Stattdessen hofiert man eine korrupte Führung, die seit mehr als 10 Jahren vorsichtshalber keine Wahlen mehr angesetzt hat, darüber gibt es aber keine UN-Resolution. Die Führungskaste lebt prächtig von Subventionen in aller Welt, während die die Armut des eigenen Volkes den Israelischen “Besatzern” in die Schuhe schiebt. Im Gaza-Streifen ist es nicht besser: Da regieren keine korrupten Kriminellen sondern nur gemeingefährliche Terroristen ebenfalls ohne Mandat des eigenen Volkes mit harter Hand: Kollaborateure oder solche, die die rechtsstaatliche Hamas dafür hält, werden gerne mal nach dem Freitagsgebet öffentlichwirksam aufgehängt.

Wirtschaftliche Verflechtung ist der einzige Weg zu einem friedlichen Miteinander. Wenn man miteinander Handel treibt, füreinander arbeitet, dann schießt man nicht aufeinander und schlägt sich nicht die Köpfe ein. Wir Deutschen sollten das eigentlich wissen. Erst als unsere Ökonomie direkt mit der französischen vernetzt wurde, traf in Mitteleuropa der Frieden ein.

P.S.: Der einzige deutsche Politiker, der die Sache nicht ganz einseitig sieht, ist der Grüne Volker Beck im Tagesspiegel.

 

 

 

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