von CARL CHRISTIAN JANCKE

zwei der profiliertesten jungen Publizistinnen, die sich ihre Islamkritik trotz übelster Anfeindungen nicht nehmen lassen, heißen Marisa Kurz und Anabel Schunke. Was sie für den gemeinen Chauvi so gefährlich macht: Sie tragen auch noch ihre bildschöne Haut zu Markte. Sie sind nicht nur jung und schön sondern auch noch intelligent und meinungsstark. Das ist eine Bedrohung für alle Kopftuchträgerinnenliebhaber: Aufgeklärte, selbstbewusste Frauen, die ihre Schönheit bewusst genießen.

Natürlich ist das ungerecht. Ich kleines, dickes Wesen, das überdies selbst den Charme der Jugend verloren hat, muss mich im Zweifel von Berufswegen in ein schönes Auto setzen, um einen Bruchteil dieser Aufmerksamkeit zu erregen.

Aber der handelsübliche Chauvinist versteht die Welt nicht mehr. Nach dessem Weltbild steht der IQ einer Frau im reziprok umgekehrten Verhältnis zur Länge ihrer Beine. Heidi Klum und ihre Fleischbeschau und jede zweite Mißwahl geben solchen Ignoranten scheinbar recht. Da wird ja auch nur geschaut und nicht zugehört oder gelesen. Aber Schwächlinge sind gefährlich. Sie werden ausfallend und pöbeln, weil sie sich nicht nur mit den Waffen einer Frau geschlagen fühlen. Die treffen ihren Minderwertigkeitskomplex im Kern.

Nicht nur die beiden, auch Jennifer Nathaly Pyka und einige andere erweisen sich als Amazonen der offenen Gesellschaft, die unsere Freiheit verteidigen und dafür jede Menge absurde Anfeindungen einfangen. Sie sind die Antipoden der Emanzen der siebziger Jahre, die wie Alice Schwarzer gegen blanke Busen auf Stern-Titel-Bildern klagten. Der moderne Feminismus braucht weder Sack und Asche noch Burka und Hijab.  Und die Gesellschaft schon gar nicht.

Womit wir beim Thema wären. Wer so erfrischend offen mit seiner Schönheit umgeht, konterkariert all die freiwilligen und geistigen Kopftuchträgerinnen, die sich einem archaischen Patrichariat unterwerfen.  Von denen sieht man immer mehr auf der Straße.

Niemand hat etwas gegen Muslime, die ihrem Glauben angemessen und bewusst nachgehen. Aber gegen scheinbar Allmächtige, die diese Religion für Nötigung und Unterdrückung auch und gerade der Frauen in den nahöstlichen Gesellschaften missbrauchen wollen. Die Schönheit einer Frau gehört ihr selbst. Ihr muslimischer Mann hat keinen Exklusivanspruch auf diesen Anblick. Die Verhüllung ist aber nichts anderes als die Artikulation eines Anspruchs auf Eigentum an der Frau.

Dass Erdogan die Verhüllung weiblicher Reize anordnet und kontrolliert, ist wohl nur eine Frage der Zeit. Der Anachronismus  gilt übrigens nicht nur für islamistisch geprägte sondern genauso jüdische Orthodoxe, die in Israel einer ganzen Gesellschaft auf der Tasche liegen, weil sie vor lauter Beachtung religiöser Vorschriften keine Zeit zur Arbeit haben.

Längst geht es aber nicht mehr nur um Frauenrechte sondern um Meinungsfreiheit:

Mittlerweile mischt sich auch noch die Sittenpolizei von der Antonio Amadeo Stiftung im Auftrag des Leiters der Bundesschriftkammer, Heiko Maass, in die Angelegenheit ein, um “Hatespeech” zu unterbinden. Ob die Löschung eines Beitrags der ebenfalls sehr attraktiven, demokratisch gewählten FDP-Fraktionsvorsitzenden in der Bremer Bürgschaft, Lenke Steiner (schon dieser germanische Name klingt doch irgendwie nach Nationalsozialismus (s.a. Thor Steiner )) bei Facebook auf die Aktivitäten der bei der Stiftung arbeitenden Linksradikalen Julia Schramm zurückgeht, ist unbewiesen. Schunke wurde jedenfalls ebenfalls von Facebook  gesperrt. Wie die iranische Sittenpolizei wird nun der gender-Mainstream der political correctness als Vorwand genutzt, um selbst mißliebige Agenten in den Blockparteien gleichschalten zu wollen. Es wird nicht mehr lange dauern, dass ein Recht auf Publizierung mit einer Mitgliedschaft im Bund Deutscher Schriftsteller verbunden sein wird, in der nur diejenigen aufgenommen werden, die sich mit der vorherrschenden Meinung des ökologisch-industriellen Komplexes einverstanden erklären.  Den Rest erledigt der Algorithmus der Zensur.

Wer mich einen Chauvi nennt, kann das gerne tun. Schöne Frauen und schnelle Autos haben es mir angetan. Aber trotzdem werde ich stets Respekt wahren und vor einem Frauenzimmer die Treppe hinab und hinter ihm hinauf gehen (Georg Büchner, Leonce und Lena). Und all denjenigen, die zu uns gekommen sind und meinen, attraktive Frauen seien Freiwild, müssen wir schnell zeigen, dass sie wieder da landen, wo sie hergekommen sind, wenn sie das nicht respektieren.