spd

Facebook schlägt mir glatt vor, Yasmin Fahimi, Manuela Schwesig und Thomas Oppermann mit “gefällt mir” zu markieren. Mir ! Wenn der Algorithmus so dumm ist, braucht man keine Angst vor ihm zu haben. Schon für Frank Schirrmacher seligen Angedenkens hatte der Algorithmus so viel gespenstisches wie Adam Smiths unsichtbare Hand des Marktes. Er war sozusagen der vom Juden Mark Zuckerberg ersonnene Ausbund des Mechanismus des Kapitalismus, ein weiterer Beleg für den amerikanischen Kulturimperialismus, der das bürgerliche Leben in Europa mit den schnöden Profitinteressen von Google, Amazon und Co. übertüncht.

Doch die Angst des Intellektuellen vor der Maschine ist nicht nur eigentlich ein alter Hut. Sie ist auch völlig unbegründet. .Denn der Algorithmus ist digitale Mechanik, nicht schlauer als diejenigen, die ihn ersannen. So kommt es eben dazu, dass mir zwei Monate nach dem Kauf einer neuen Waschmaschine immer noch wahlweise eine Waschmaschine oder wenigstens ein Trockner angeboten wird (“Leute, die sich für eine Waschmaschine interessieren, haben sich auch für einen Wäschetrockner interessiert”), ich nach der erfolgreichen Buchung eines Hotelzimmers in Edinburgh gefühlte jahrzehntelang mit Booking.com Angeboten für Edinburgh überschwemmt werde oder Facebook mir ständig Werbung auf die Timeline spült, obwohl ich die beworbenen Güter längst erworben habe.

Wie unzulänglich die elektronischen Prozesse sind und wie wenig Angst man vor diesen elektronischen “Big Brothers” haben muss, zeigt meine Facebook-Timeline, die mir vorschlägt, die versammelte SPD-Elite zu “liken”. Darunter der Ober-Oppurtunist Oppermann, der seinen niedersächsischen Kollegen Edathy mir nichts dir nichts über die Klinge springen ließ,  als noch keine Rede von der Schwere der Vorwürfe gegen den war. Die verhalten sich ja auch nach wie vor noch im Nebulösen, denn eine an einer schlagzeilenträchtigen Verurteilung interessierte  SPD-nahe Staatsanwaltschaft hatte ja mit der Vorverurteilung durch Indiskretion rechtsstaatswidrig ein Kesseltreiben veranstaltet, das im Stadium der Vorermittlung bereits eine Karriere und Existenz vernichtete. Oppurtunist Oppermann hatte offensichtlich zu jeder Phase des unappetittlichen Spiels seine schmutzigen dicken Finger in der  eklgen Melange und konnte seinen Hals nur deshalb aus der Schlinge des Untersuchungsausschusses ziehen, weil dem eine SPD-Frau vorsitzt und die große Koalition die Mehrheit hält. Der Partner CDU/CSU ist deshalb nur begrenzt interessiert an der Aufdeckung eines Skandals, der leute betrifft, mit denen man an einem Tisch regiert. (Dieser Post ist seit 10 Tagen halb fertig, jetzt ärgere ich mich natürlich, ihn nicht früher gebracht zu haben, denn mittlerweile ist raus, dass SDP-Fraktionschef Oppermann und SPD-BKA-Chef Ziercke nicht nur einmal über Edathy telefoniert haben. Letzterem kann es egal sein, er ist pensioniert. Ersterem eigentlich auch, der kriegt Übergangsgeld und Pension als niedersächsischer Landesminister.)

Der zweite Vorschlag, den mir Facebook präsentiert, ist Küstenbarbie Manuela Schwesig, die geistige Erbin der Volksbildungsministerin Margot Honecker. Die enteignet die Verfügungsgewalt der Unternehmer über ihr Eigentum durch die Frauenquote und möchte am liebsten, dass der Staat wie in der DDR die Kindererziehung in seinem Sinne erledigt und von der Wiege bis zur Bahre den Menschen seiner Familie entzieht.

Und dann Yasmin Fahimi. Adrett anzuschauen wie die ehemalige Finanzbeamtin Schwesig steht ihr Aussehen zu ihren Aussagen in einem diametralen Verhältnis. Außen hui, innen pfui. Sie hat sich gerade mit einer abwertenden Aussage hervor getan, die ihre erbämliche Ansicht der Unternehmer zeigt: Sie haben vordringlich der Lohnstatistik der zentralen Plankommission um Andrea Nahles zu dienen und nicht dem Unternehmertum. Über ihre Qualifikation entscheidet die Fähigkeit, Formulare zu führen.

Wie ungenau der Algorithmus arbeitet, sieht man aber auch hier. Denn eigentlich fehlt unter den Facebook-Vorschlagen doch nur noch die dritte sozialistische Kaderfunktionärin, die sicherlich auch an der Parteihochschule studiert hätte, wenn es die gäbe: Andrea Nahles.