Schluss mit der Männerquote“ fordert Heribert Prantl in der SZ. Die liegt nämlich bei Spitzenpositionen in der Wirtschaft „seit ewigen Zeiten“ bei „fast hundert Prozent“. Der Sudel-Ede des realexistierenden Rotweinsozialismus führt im folgenden August Bebel und einen als Verfassungsrichter wiederauferstandenen Martin Luther an, um die fehlende Gleichberechtigung beim Zugriff auf hochdotierte Vorstandsposten zu beklagen. So weit, so wirr und vor allem so verlogen. Ein Blick auf die Website der SZ zeigt, dass in den Geschäftsführungen und den Chefredaktionen Print und Online nur eine Frau sitzt. Und dass, obwohl die Geschlechter unter den Redakteuren recht ausgeglichen verteilt sind. Kandidatinnen gibt es also zu Hauf, viele Maschinenbauunternehmen können von einer solchen Auswahl nur träumen. „Gleichberechtigung ist kein Gedöns, sondern eine Gebot“ tönt Prantl. Richtig so! Die SZ sollte den Herrn Chefredakteur umgehend feuern und durch eine Frau ersetzten.