Gerade  eben springt mich auf Facebook wieder das lächelnd-widerliche Gesicht eines Barbaren an. Mit der einen Hand das angelsächsische Victory-Zeichen, in der anderen der Schopf des Kopfes einer sicher eigenhändig hingerichteten Frau. Während dieses Bild sich bei Facebook zur Freude dieses mit Verbrecher nur unzureichend beschriebenen Wesens halten wird, ist es um jede entblößte Brustwarze einer Frau schlecht gestellt. Die wird entfernt. Mit diesem Verhalten spielen die Betreiber den Islamisten ungewollt in die Hände. 

O.K. Die Amerikaner haben irgendwie ein merkwürdig-puritanisches Verhältnis zur Sexualität. Heraus kommt dabei im öffentlichen Bild eine adrette Schönheit á la Sports Illustrated. Bikini ja, Brustwarzen nein. Heraus kommt das Frauenbild vom geleckten Mädel von Nebenan, das sich mittlerweile für allerlei Mitmachportale bei eindeutig sexuellen Handlungen filmen lässt, deren Filme bei Facebook sofort zensiert würden.

Dabei ist Sex – im Gegenteil zum Hinrichten – doch was schönes, auch wenn seine öffentliche zur Schaustellung wahrscheinlich etwas angestrengt  und – zumindest mich – meist wenig erregend wirkt. Aber wäre das nicht genau das richtige, um Islamisten in die Flucht zu schlagen: Die förmliche zur Schaustellung selbstbestimmter, schöner weiblicher Sexualität? Das Enthüllen der weiblichen Reize und ihrer Faszination für jeden nicht gastrosexuellen Mann. Denn schöne Frauen – und fast jede hat ihre eigene – sind ja nicht nur in sexueller Hinsicht eine Betrachtung wert. Sonst wären nicht so viele Schwule Frisör, Stylist oder Modeschöpfer.

Also Mark Zuckerberg: Lieber Body- statt Facebook. Oder?