Jeder weiß, was den Einwohnern von Kobane blüht, die ihre Stadt nicht den islamistischen Horden überlassen wollen. Männer werden erschossen oder geköpft, die Frauen zur Kriegsbeute der geilen Kämpfer des Kalifen. Seit heute müssen die Kurden ihre Stadt im Straßenkampf verteidigen, auf einigen Gebäuden wehen bereits die schwarzen Flaggen des Islamischen Staats. In Sichtweite stehen türkische Soldaten und beobachten das Geschehen und ab und zu werfen westliche und arabische Jets einige Bomben ab. Der Vormarsch der Islamisten lässt sich so nicht aufhalten.

Wenn Kobane fällt und die ersten Videos mit abgehackten Köpfen, jubelnden und durch Blut watenden Barbaren online stehen, dann wird die Welt schrecklich traurig sein. Dann werden sorgfältig aus Textbausteinen zusammengestellte Reden gehalten und viele Politiker werden mit ganz betretenen Mienen in die Kameras schauen. All das wird aber nur Heuchelei sein, denn der Westen hat alles, um die Umgebung von Kobane von jedem islamistischen Arschloch zu reinigen. Er tut es nur nicht.