Dass Spiegel Online diesem Mist einen Artikel widmet ist peinlich, dass so etwas an einer europäischen Universität stattfindet, zeugt von der infantilen Pseudoliebe zu einem Volk, das nur darum geliebt wird, weil seine Gegner die Gegner der gesamten Menschheit sind. Natürlich geht es um die Palästinenser und die Juden, Geißel der Menschheit und Erfinder des Zinses.

In einer finnischen Universität wird ein Live-Rollenspiel (LARP) angeboten, in dem die verwöhnten finnischen Jung-Akademiker tapfer in die Rollen der gebeutelten Palästinenser schlüpfen, um die von den gemeinen Juden ausgeübte Gewalt und Unterdrückung am eigenen Leib erfahren zu können. “Typische Besatzungserfahrungen sollen vermittelt werden”: Checkpoints, Verhaftungen, Ausgangssperren. Nun bleibt natürlich die Frage, warum man nicht die Besatzung Nordiraks durch die Isis gewählt hat. Oder die Besatzung der West-Sahara, oder, oder, oder.

Dass dieses Rollenspiel mit der Wirklichkeit nicht ansatzweise etwas zu tun hat und auch keinen Wert darauf legt, die Hintergründe der zum Vorbild genommenen Besatzung zu durchleuchten, machen diese Sätze der SPON-Geschichte klar:

Es geht hier explizit um das Leben von Zivilisten, keiner der Spieler verkörpert einen Hamas-Kämpfer, der aktuelle bewaffnete Konflikt spielt keine Rolle. Natürlich lässt sich ein so komplexes Problem in einem Larp nur in Ausschnitten betrachten.

Geht es noch dööfer? Besser können die Israelis nicht als ewige Widerlinge dargestellt werden und die Palästinenser als professionelle Unschuldslämmer. Die Damen und Herren Larp-Akademiker schneiden die Terroristen, denen die Bewohner der Westbank Ausgangssperren etc. zu verdanken haben einfach aus ihrem künstlichen Stück Realität aus. Aber halt: Die Medien nutzen ja die gleiche Technik. Kein Wunder, dass SPON-Schreiber Kogel diese Idee so toll findet.