Wenn die auf der Westbank und im Gazastreifen einen eigenen Staat haben wollten, hätten sie ihn längst. In Wahrheit sind es aber ihre politischen Führer, die nicht nur das Existenzrecht Israels verhohlen (Fatah) oder offen (Hamas) in Frage stellen. Sondern das Recht der Israelis und der Juden, im sogenannten “Palästina” zu leben. Aber selbst dann wären zwei Staaten keine Lösung. Israel beweist jeden Tag, dass Araber, Juden und sogar Christen in Frieden zusammen leben können. Sie leben miteinander, treiben Handel und sind gemeinsame Bürger des israelischen Staates. Es gibt keine Spur von Apartheid. Und das liegt daran, dass die arabischen Israelis durch ihre Staatsbürgerschaft das Recht der jüdischen Israelis anerkennen in Israel zu leben und den israelischen Staat anzuerkennen. Tatsächlich haben die über 1 Million israelischen Araber mehr Rechte als alle in allen anderen Staaten lebenden Araber.

Wie problematisch der Begriff “Palästinenser” ist, wird deutlich wenn man sich ihre Ikone, Jassir Arafat anschaut. Der ist nämlich Ägypter, geboren in Kairo. Das ist ungefähr so, als ob Erika Steinbach in Wien geboren wäre (Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen). Und es gibt auch schon jede Menge Staaten für die arabischen Bewohner Palästinas. Die heißen Jordanien, Syrien und Libanon. Nur die wollten die “palästinensischen Flüchtlinge” nicht haben. Denn Israel hat nicht “palästinensische Gebiete” besetzt, sondern im Zuge der Kriege, die die arabischen Staaten gegen es angefangen haben, die Westbank, die jordanisches Staatsgebiet ist und den Gaza-Streifen, der zu Ägypten gehört. Nur die wollten die arabischen “Flüchtlinge” nicht haben.

Tatsächlich haben die Araber in Gestalt von Fatah und Hamas seit 1995 unter Beweis gestellt, dass sie so nicht in der Lage sind, einen eigenen Staat zu errichten. Staatliches Gewaltmonopol: Fehlanzeige. Die letzten “demokratischen Wahlen haben 2006 stattgefunden. Wahlsieger war die Hamas, die auf der Westbank von der Fatah weggeputscht wurde. Israel hat 2005 den Gaza-Streifen vollständig geräumt. Weil die Hamas von dort immer wieder Terroristen nach Israel schickte, kam es zur Blockade, die auch Israel wirtschaftlich geschadet hat, weil die arabischen Arbeiter in Südisrael dringend gebraucht wurden.

Wenn jetzt also die Aufhebung der Blockade dringend gefordert wird, dann sollte dem die unbedingte Anerkenntnis der Existenz Israels durch die Hamas und alle anderen “palästinensischen” Organisationen vorausgehen. Das ist auch die zwingende Vorraussetzung für einen eigenen “paalästinensischen Staat”, in dem die jüdischen Siedlungen dann genauso Bestand haben könnten wie selbstverständlich arabische Israelis in Israel leben.

Wirtschaftlich Verflechtung heißt das Zauberwort. Wie das funktioniert, kann man an den Deutschen und den Franzosen sehen. Die haben sich auch jahrzehntelang bekriegt und begehen den 100. Jahrestag des ersten Weltkriegs stressfrei auf dem Terrain ihrer “Westbank”: in Elsass-Lothringen. Ob das nun eigentlich zu Deutschland oder Frankreich gehört, ist in der europäischen Dimension wirklich unerheblich.