Für die Terrororganisation sind die Opfer keine Kolleteral-Schäden. Sondern gute Argumente im Propaganda-Krieg, mit denen man bei der Weltöffentlichkeit punkten kann. Deshalb hofft man, dass dann, wenn man Frauen und Kinder auf Häusern postiert, die die Israel Defense Force vorher vor einem Angriff auf dieses Haus gewarnt hat, auch wirklich israelische Raketen eintreffen. Zum großen Ärger Jürgen Todenhöfers, der seine üppige Pension als Burda-Vorstand (Gott sei dank war er dort nicht für die Inhalte zuständig), der gleich nach seiner Reise nach Gaza Betroffenheitsprosa in´s Netz stellt. Gleichzeitig wird übrigens bekannt, dass die HAMAS “Kollaborateure” ohne kurzen Prozeß hingerichtet wird und dass nicht bekannt ist, wieviele der Opfer durch fehlgeleitete HAMAS-Raketen getötet worden sind. 

In den Medien wird mit einem beleidigten Unterton immer wieder darauf hingewiesen, dass die Israelis über den Iron Dome verfügen, mit dem es gelingt, die meisten der Hamas-Raketen, die bewohntes Gebiet treffen könnten, in der Luft zu zerstören Das gilt auch für die Raketen, die die Hamas auf Jerusalem gezielt hat, wo sie ja auch in “Ostjerusalem” einschlagen hätten können und ebenfalls zahlreiche Araber treffen könnten. Und für die, die auf den israelischen Atomreaktor gerichtet waren. Der dürfte zwar gegen solchen Beschuß ausreichend gesichert sein. Wäre ein solcher Angriff aber erfolgreich und es käme zum beabsichtigten GAU, dann gäbe es nicht nur jede Menge tote Israelis sondern auch die Westbank und der Gaza-Streifen wären ausgelöscht.

Weil die Araber kein eigenes Warnsystem eingerichtet haben, warnen die Israelis die Bewohner Gazas per Telefon, SMS und Flugblatt. Die HAMAS schickt sie auf die Dächer. Anders gesagt: Das Leben eines Arabers ist den Israelis mehr wert als der HAMAS. Deshalb gibt es in GAZA keine Sirenen und keine Schutzräume, in die sich Jürgen Todenhöfer flüchten könnte. So muss er das Feuerwerk auf der Dachterasse seines Hotels verbringen. (Dachterasse? Hotel – ist das nicht ein einziges Flüchtlingslager?).

Und darin unterscheidet sich der freiheitliche Rechtsstaat Israel von der Terrororganisation HAMAS und letztlich auch der Fatah. Für die Israelis ist ein Menschenleben das höchste Gut. Für die HAMAS ist es nichts wert. Im Gegenteil. Tote Araber sind gut für die Propaganda.

Am Rande sei nur erwähnt, dass den Arabern nicht mal gelingt, die Zivilbevölkerung zu instrumentalisieren. Beer7 hat auf der Basis einer von Al Jadzeera herausgegebenen Liste der Todesopfer analysiert. 1/4 der Opfer sind Frauen und Kinder unter zwölf. Jedes Opfer ist eines zuviel aber weniger wie der Eindruck, der von der HAMAS-Propaganda erweckt wird. Und bei den Männern ist ja leider nicht feststellbar, welche HAMAS- oder andere Terroristen waren und welche unbeteiligte Zivilisten. Weil die “HAMAS-Aktivisten” sich unter die Zivilbevölkerung mischen und die so in Geiselhaft nehmen.