Wer behauptet, Krieg und Krisen gefährden die Ökonomie, irrt gewaltig. Nur ein ordentlicher Schuß Terror garantiert, dass der mitteleuropäische Verbraucher seine Kaufzurückhaltung aufgibt und nicht etwa aufgrund einer drohenden Deflation anfängt zu sparen. Endlich steigen die Gas- und Ölpreise wieder und sorgen dafür, dass trotz Energiewende und mangels Fracking die Taschen der Scheichs und Oligarchen immer praller werden.  Und die zetteln dann die nächste Unruhe an, nur damit niemand auffällt, dass es von allen drei Dingen in Wahrheit zuviel gibt. Vom Öl, vom Gas und vom Geld. Derweil wäscht sich Mario Draghi seine Hände auf der Vorstandstoilette der Frankfurter EZB in Unschuld, während der Bundesbank-Präsident zuhause bleiben muss, wenn gerade Griechenland, Italien und Frankreich nicht. Während in der EU-Kommission der Proporz-Zwang herrscht, hat Deutschland in der EZB nicht einmal einen permanenten Sitz. Und der wäre wichtiger wie der bei der UN, wo Appeasement-Steini im Zweifel durch Enthaltung mit den Schurkenstaaten gemeinsame Sache macht. 

Sie halten das alles für absurd? Weit gefehlt. Seit Monaten warnen die EZB-Volkswirte vor der Deflation. Die hat zwar bisher nirgendwo den behaupteten Schaden angerichtet, eignet sich aber prima als Rechtfertigung der Zinssetzung. Die EU-Staaten sind den ach so unabhängigen Zentralbankern dankbar. Denn wer die Zinsen unter das reale Inflationsniveau senkt, vernichtet nicht nur Kapital, sondern gleichzeitig die Staatsschulden. Das schafft kostenlosen Raum für neue Wohltaten, mit denen sich bei der nächsten Wahl wieder prima Stimmen kaufen lassen.

Da kommen so ein paar hergelaufene Separis- und Islamisten gerade recht. Sie bringen zwar ein Menschen um und tun ansonsten auch noch unappetitliche Dinge. Ihre Aktivität führt aber dazu, dass aus der Furcht vor der Verknappung des Angebots an Öl und Gas, die Preise steigen. Dafür muss die OPEC nicht einmal eine Reduzierung der Fördermenge beschließen. Auch der sanfte Präsident Rohani freut sich. Weil seine marode Diktatur nicht genug Geld aufbringt, um ausreichende Raffinerie-Kapazitäten zu schaffen, sinkt die Menge des beim Import zu subventionierten fremdverarbeiteten Benzins. Das verlängert die Halbwertszeit der Mullahs über Gebühr. Und auch die der anderen Potentaten, deren Taschen die im Zweifel selbst finanzierten Zwistigkeiten füllen.  Währenddessen sitzt der gemeine Hartz-IV-Empfänger fortwährend im Dunkeln, weil er nicht nur die Scheichs an der Tankstelle und Putin bei der Erdgasheizung alimentiert, sondern weil ihm der schon durch Energiewende ausgelöste Preisschock zugunsten des beamteten Eigenheimbesitzers mit einer Solaranlage auf dem Dach mit schnöder Regelmässigkeit die Chance nimmt, wenigstens mit der Play-Station Spassam Leben zu haben.

Inflation ist das Drama nicht das fiktive Konzept der Deflation. Und das merken wir jetzt gerade.