Wenn es immer mehr Geld gibt, steigen die Preise und das Kapital wird entwertet. Gleichzeitig profitieren die überschuldeten Staaten von den niedrigen Zinsen. Wenn dann aber mal die Blase platzt, kennt die Abwärtsspirale kein Halten. Wie 2008.

Denn Grund der Krise war nicht die Pleite der Lehman oder irgend einer anderen Bank sondern das Platzen der Blase, das die ganzen überteuerten Wertpapiere und verbrieften Kreditforderungen in den aufgebähten Bank-Bilanzen schrumpfen liess. So macht man aus Luftbuchungen reale Verluste.

Wenn die Politik des billigen Geldes funktionieren würde, müsste Südeuropa ja schon jetzt aus der Krise sein. Doch die Probleme sind eben struktureller Natur und nicht monetärer Art. Die Produktionskosten sind zu hoch, der Tourismus wird durch den teuren Euro stranguliert und die Unternehmen haben keine exportfähigen Produkte. Reales Wachstum entsteht durch Wertschöpfung und nicht durch virtuelles Gelddrucken. Das treibt nur die Preise und vermittelt eine Illusion von Werten, die mit der tatsächlichen Substanz nichts zu tun hat.

Das lässt sich schon am Dax erkennen, der erwartungsgemäss noch die 10.000er Marke reissen wird, bevor er beim Platzen der Blase in´s Bodenlose fallen wird. Dann halten sich die Verluste in Grenzen, denn beim Privatanleger ist ja die Differenz zwischen ursprünglichen Kauf- und späteren Verkaufspreis entscheidend und nicht der Mondpreis, der dazwischen lag.

Das ist nur bei Banken und Fonds anders, denn die erzeugen mit der Bilanzierung dieser Mondpreise virtuelle Gewinne, die sich beim Platzen der Blase in reale Verluste verwandeln.

Die Krise der Ökonomie ist aber eben auch eine Krise der Wissenschaft. Die moderne Volkswirtschaftslehre beschäftigt sich mit ökonometrischen Modellen, die schon lange an der Realität gescheitert sind aber trotzdem von den Zentralbankvolkswirten propagiert werden. Sie führen theoretisch in die Sackgasse. Praktisch ins Desaster.