fdp sozialAls langjähriger FDP-Wähler und ehemaliges Mitglied habe ich den “Bundesparteitag” nicht einmal mehr ignoriert. Da schau ich lieber Formel 1 statt Phoenix. Wenn ich aber dieses Plakat derPartei zur Kommunalwahl in Düsseldorf für die Wahl der SPD sehe, bin ich fassungslos. Hallo. Herr Lindner, aufwachen. Die FDP ist nicht abgewählt worden, weil sie Steuersenkungen wollte. Sondern, weil sie sie nicht durchgesetzt hat. Weil Guido Westerwelle lieber Außenminister werden wollte statt als Finanzminister das ehemalige Reichsluftfahrtministerium trockenzulegen. Weil die Weicheier vor dem vorhersehbaren Shitstorm der rot-grünen Medienwelt eingeknickt sind.

Wer ein soziales Düsseldorf will, wählt Links, Grün oder SPD. Wer Stadtwerke privatisieren will, ist seit dem Tod des Oberbürgermeisters Erwin ohne politische Heimat. Denn das hat der CDU-Mann gemacht und die Stadt damit schuldenfrei. Das war übrigens auch sozial.

Eine oppurtunistische FDP, die sich in die nationale Einheitsfront der sozialdemokratischen Parteien Deutschlands einreiht, braucht keiner. Genauso wenig wie eine Lindner-FDP, die sich gegen die Vorherrschaft der amerikanischen Informationsindustrie mit protektionistischer Industriepolitik sozialdemokratischer Betonkopf-Provinienz zu wehren versucht.

Ich hatte die Hoffnung, das Scheitern im September 2013 würde in der Partei wieder liberale Kräfte freisetzen. Da habe ich mich geirrt.