Nein nicht schon wieder der Westentaschenökonom aus Frankreich, der es mit seiner einfältigen Marxismus-Hypothese selbst das Spiegel-Titelbild bevölkert. Derzeit wird wieder von der drohenden Gefahr eine Deflation geredet. Doch erstens leben wir im Zeitalter einer verdeckten Inflation. Und zweitens gehen von einer Deflation überhaupt keine Gefahren aus. 

Wenn die Preise sinken, üben die Menschen Kaufzurückhaltung, weil sie erwarten, dass die noch weiter sinken. Dadurch entsteht eine Nachfragelücke, die zu einer Konjunkturkrise führen muss. Doch das ist Bullshit.

1. Die meisten Güter und Waren werden nachgefragt, egal ob es eine Deflation oder eine Inflation gibt, weil die Leute Autos brauchen, um damit zur Arbeit fahren, einen neuen Fernseher kaufen, wenn der alte kaputt geht und essen und trinken müssen. Sie können nicht die Kartoffeln erst nächste Woche kaufen, weil sie dann diese nichts zu essen hätten.

2. Sinkende Preise führen zu steigender Nachfrage. Immer und sofort. Das kann man bei Konsumgütern wie etwa Computern oder Mobiltelefonen erkennen. Die Nachfrage steigt bei sinkenden Preisen linear. Es besteht eine Korrelation. Dass Einzelnen z.B. das I-phone 6 mehr wert ist, als der Merheit ist eine ökonomische Binsenweisheit.

3. Inflation existiert, wenn jede einzelne Geldeinheit weniger wert ist als in der Vorperiode. Dafür sind aber genau genommen nicht nur die Warenpreise maßgeblich. Sondern auch der Zins. Solange der Zins niedriger ist als die Preissteigerung, besteht deFacto Inflation und die Vermögen werden weniger wert.

4. Inflation entsteht zwangsläufig, wenn die Geldmenge schneller wächst als die reale Wirtschaft, weil jede einzelne Geldeinheit dadurch weniger wert und deFacto entwertet wird.

Wenn nun also wieder vom IWF gefordert wird, man müse etwas gegen die “Deflation” tun, ist das barer Unsinn.