Wer ist eigentlich Schuld an der verhunzten Energiewende? Die Bildungsbürgerbild SPON gibt auf diese Frage eine klare Antwort: Die technologiegläubigen Ingenieure!

Ingenieure Energiewende

Wer erinnert sich nicht, wie in den Wochen nach dem 11. März 2011 besonnen argumentierende Politiker von fanatischen Ingenieuren vor sich hergetrieben wurden, die einen sofortigen Ausstieg aus der teuflischen Atomenergie forderten? Claudia Roth mahnte noch zur Zurückhaltung, aber keiner wollte auf sie hören. Mitbeteiligt an der großen Energiewendeverschwörung war – natürlich – auch die profitgeile Industrie, die sich von dem genialen Plan einen ohnehin beschlossenen langsamen Atomausstieg von jetzt auf gleich durchzuziehen einen „Exportschlager….wie deutsche Textilmaschinen oder Luxusautos“ versprach. Die Indizien für die schädliche Rolle der Kapitalisten sind tatsächlich überwältigend. Obwohl die Sonne bekanntlich keine Rechnung schickt wird der Strom schließlich immer teurer!

Natürlich ist die Energiewende nicht per se gescheitert, solche konterrevolutionären Thesen würde SPON nie verbreiten, aber die grüne Planwirtschaft hat das gleiche Problem wie die rote: Die realexistierende Version ist durchaus ausbaufähig. Damit der erneuerbare Trabbi den bösen Atom-Daimler möglichst bald überholen kann ohne ihn einzuholen müssen wir deswegen endlich unsere verrückten Ingenieure auf den Boden der Tatsachen zurückholen. Problem gelöst!

Gut, dass wenigsten auf unsere Qualitätsmedienschaffenden Verlass ist, deren Fukushima-Berichterstattung bekanntlich eine Sternstunde des Journalismus war. Die können zwar Atome nicht von Genen unterscheiden, wissen aber, dass beides in Biotomaten nicht vorkommt. Und mehr muss man von dem ganzen naturwissenschaftlichen Scheiß ja auch nicht verstanden haben. Sonst wäre man am Ende noch so ein doofer Ingenieur geworden.