Gestern vermeldeten die Medien einen Durchbruch. Gebrochen wurde nun auch in Luxemburg und Österreich das Bankgeheimnis für EU-Ausländer. Das widerspricht natürlich dem europäischen Vertrag, den so werden Europäer wegen ihrer Herkunft diskriminiert. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für die Bankenunion. Was so vertrauenserweckend klingt, bedeutet letztlich nur, dass jetzt nicht nur der deutsche Steuerzahler sondern auch der deutsche Sparer und Kreditnehmer für marode Banken in anderen Ländern spart.

Es hört sich so lammfromm an: Die Finanzämter des einen Landes melden in Zukunft die Zinserträge und Gewinne, die Bürger eines anderen Landes auf den jeweiligen Konten erzielt, damit das Heimatfinanzamt kontrollieren kann, ob der Steuerbürger die entspreechenden Erträge auch versteuert.

Tatsächlich hanelt es sich aber nicht nur  um “automatischen Informationsaustausch” sondern um Kapitalverkehrskontrollen. Als die Welt noch analog war, hatten die den Zweck, etwa den Kapitalabfluss aus einem Land nach dem Sieg einer linken Regierung zu verhindern. Ich meine mich zu erinnern, dass auch der große Europäer Francois Mitterand zu Anfang seiner Regierungszeit zu diesem Mittel griff.

Wenn der deutsche Staat weiß, wer wo wieviel Zinsen verdient, dann weiß er auch, wo wieviel Geld liegt. Und damit kommen wir zum zweiten Punkt: Der Bankenunion.

Nachdem wir nun erlebt haben, dass wir Griechenland retten mussten, damit die französischen Banken nicht pleite gehen, werden wir nun in der Bankenunion erleben, wie die EZB die Banken reguliert. Da hat man den Dealer zum Polizisten gemacht. Drogen gibt´s nur bis kurz vor der Überdosis. Und wenn es dann doch schief geht, soll ein Fonds helfen, in den die anderen Banken vorher eingezahlt haben. Was ihre Dienstleistungen natürlich verteuert.

Dass dieser Rettungsfonds die EURO-Manipulationsmasse noch mal vergrößert, ist eine von den Eurokraten gerne in Kauf genommene Nebenbedingung. Und auch die Tatsache, dass dieses vermeintlich private Geld natürlich nicht unter Parlamentsbehalt steht und keiner demokratischen Kontrolle untersteht, kommt den Gipfelsteigern in Brüssel gut zu Pass. Da kann man hinter geschlossenen Türen besser kungeln.

Dass im Falle einer nötigen Bankenrettung ein zweistelliger Milliardenbetrag nicht reicht, muss man dabei nicht schlimm finden. Denn dank dem Ende des Bankgeheimnisses weiß man ja, wo die Reichen ihr Geld haben. Und über Nacht ein Sonderopfer Europa erfinden und von jedem Konto über 100.000 Euro Fünf Prozent einbehalten. Nicht möglich? Doch. Ich sage nur Zypern.

Noch wehrt sich die Schweiz eifrig gegen den automatischen Informationsausgleich. Wie lange, weiß keiner. Dann hat man nur noch einen sicheren Hafen außerhalb des vereinten Europas. Vielleicht in Rußland? Putin verrät bestimmt nichts.