Der EU-Parlamentspräsident hat schon früher im Zusammenhang mit dem nassen Gold seine Erfahrung gemacht. Als Bürgermeister  von Würselen hatte der gelernte Buchhändler mit dem Bau eines Spassbades seine Heimatstadt finanziell ruiniert. Nun beschäftigt ihn vor der Knesset die Frage, warum er eine solche Geldvernichtungsmaschine nicht bei seinem Besuch in Ramallah vorfand. Wasser gibt es schließlich genug. Wenn nur die Israelis ein wenig von ihren 70 Liter-pro Kopf-Wasser-Verbrauch an die armen Palis abtreten würden. Die müssten dann auch nicht als Selbstmordattentäter tätig werden sondern würden ihren jugendlichen Tatendrang auf der Wasserrutsche oder im Wellenbad austoben. Die Sache ist gar nicht so lustig. Der EU-Parlamentspräsident will auch noch Chef der Kommission werden, das ist sowas wie das Politbüro der EU.  Oder das Zentralkomittee. Das ist größer. Zum Handwerkszeug eines solchen Politikers sollte gehören, eine Rede vor der Knesset, die außerdem auch noch in Deutsch hält – kann der Mann nicht mal englisch vom Blatt lesen – vorzubereiten und die Fakten, die darin stehen, auch mal nachzurecherchieren.

Kritik an Israel darf jeder äußern. Nur wer Chef der EU werden will, sollte doch mehr Fingerspitzengefühl haben als der SPD-Spitzenkandidat für die Europawahl und überlegen, welche Kritik wann und wo angemessen ist. Kritische Prüfung der Quelle und der Fakten könnte ebenfalls hilfreich sein.  Der Riesenstaatsmann aus der Äscher Vorstadt hat dagegen außer den Platitüden der üblichen “Israel-Kritikern” nichts zu bieten. Heim in´s Reich  äh nach Würselen.

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