Sind Frauen die besseren Manager? Weil in den meisten Großunternehmen Männer in Aufsichtsräten oder Vorständen hauptsächlich Männer sind, will die patente Manu Schweswig von der SPD nun Unternehmen zwingen, wenigstens in den Aufsichtsräten eine Frauenquote von 30% einzuführen. Was auf den ersten Blick gender mainstreaming wirkt, ist auf den zweiten Blick ein glatter Verfassungsbruch.  Denn in Deutschland gilt Vertragsfreiheit: Jeder ist frei darin, mit wem er welchen Vertrag schließt. 

Dabei hat man sich dann auch noch das schwierigste Organ des Unternehmens ausgesucht. Der Aufsichtsrat ist paritätisch besetzt. Die Hälfte der Plätze wird durch die Arbeitnehmer, die andere Hälfte durch die Arbeitgeber besetzt. Wenn die Gerwerkschaften also zu viele Männer wählen, muss die Hauptversammlung das durch Frauen ausgleichen. Oder umgekehrt.

Außerdem unterminiert das die Bemühungen der Unternehmen, in den Aufsichtsräten für mehr Expertise, also wirkliche Kontrolle zu sorgen. Denn es muss ja ausreichend Frauen geben, die über Sachverstand und Erfahrung haben, um das Unternehmen wirksam zu kontrollieren.

In jedem Fall werden geeignete Männer auf diese Weise diskriminiert.