Die FDP ist ideell insolvent. Wie ein klassischer Pleitier hat sie während ihres Niedergangs ihre Prinzipien verraten und vergessen. Ihr handelndes Personal hat sich als ausreichend unfähig erwiesen. Eine wesentliche Mitschuld an diesem Desaster hat Christian Lindner, der den Absturz der Partei als Generalsekretär verantwortete und für die Euro-Rettung beim Mitgliederentscheid die Trommel rührte und so einen Vertrags- und Rechtsbruch legitimieren wollte. Das ist die Insolvenzverschleppung der Europäischen Union auf Kosten und zum Schaden ihrer Bürger.  Der Rechtsstaat kann aber nicht von der parlamentarischen Mehrheit gebrochen werden. Das Recht ist das höhere Gut. Nun macht sich ein einzelner Prinzipientreuer auf den Weg, Jörg Behlen. Er ist der einzig geeignete Konkursverwalter. Die Partei braucht einen Insolvenzplan. 

Deutschland steckt in einer Fata Morgana des Wohlstandes. Land lebt über seine Verhältnisse und löst die Probleme der Zukunft nicht. Die paar läppischen Hartz IV Reformen von Gerhard Schröder sind es, die uns dieses Zwischenhoch beschert haben. Der schlagende Erfolg hätte für eine christlich-liberale Regierung Ausweis genug gewesen, die notwendigen Reformen anzupacken und insbesondere das Steuersystem zu reformieren, ein Bürgergeld einzuführen und so die Sozialsysteme zu entlasten. Stattdessen wurde Guido Westerwelle Außenminister. Und nicht mal ein guter. Die Lücke, die er hinterlässt, wird ihn ersetzen.

In den letzten 10 Jahren wurde die FDP durch junge Männer geführt, die im Zweifelsfall die Biegsamkeit von Bambus als prägende Charaktereigenschaft vorweisen konnten. Dem zugegeben heftigen antiliberalen Mainstream konnten sie nicht widerstehen. Christian Lindner ist einer von ihnen.

Das einzige was ihn von Rösler und Bahr unterscheidet, ist dass er sie im rechten Moment im Stich gelassen hat, um seine Hände in Nordrhein-Westfalen in Unschuld zu waschen. Sein “Erfolg” dort hat er nicht nur seiner eigenen Skrupellosigkeit zu verdanken sondern vor allen Dingen der Tatsache, dass der CDU-Spitzenkandidat, auch bekannt als “Muttis Liebling” Norbert Röttgen mit seinem unsymphatischen Auftritt der FDP reihenweise die Wähler zutrieb. Die war das kleinste von ziemlich gleich großen Übeln.

Ich kenne Jörg Behlen leider nicht persönlich. Aber was ich von ihm weiß, unterscheidet ihn von Lindner fundamental. Seine Facebook-Statements triefen vor prinzipienfestem Liberalismus. Als Landwirt ist er seit Jahren offensichtlich erfolgreicher Unternehmer, der nicht nur weiß, wie man die Insolvenz vermeidet sondern ein Unternehmen erfogreich und mit Gewinn führt. Als Familienvater verfügt er über Lebenserfahrung. Und aufgrund seines immerhin höheren Alters wird er auch die ein oder andere menschliche Bewährungsprobe hinter sich gebracht haben.

Behlen ist das Format zuzutrauen, das Produkt des Liberalismus überhaupt wieder von seinem sozialdemokratischen FDP-Schleier zu befreien. Deutschland braucht eine liberale Partei. Die Rösler-Lindner-FDP ist überflüssig.

Wer FDP-Mitglied ist, sollte seiner Kandidatur mit einer Unterschrift  nachhaltig unterstützen: Das kann er hier tun:

http://www.freies-europa.eu/

 

 

 

 

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