Dass Papst Franziskus und Heribert Prantl bald eine unheilige Allianz bilden würden, war nur eine Frage der Zeit. Nun machen sie auf das erbarmungswürdige Schicksal der afrikanischen Flüchtlinge aufmerksam, deren tausende Kilometer weiter Weg aus dem Elend nach Europa in den Tod führte. Und daran sind wir Europäer schuld. Nur ganz anders als uns die Gutmenschen allerorten Glauben machen wollen. Nicht die Menschen müssen wir hereinlassen. Sondern die Waren und Güter, die sie produzieren. Stattdessen subventionieren wir den Import von Hühnerfleisch nach Afrika und fischen dort die Leere mehr – die Meere leer. Die selbstbewussteren Afrikaner werden Piraten und holen von unseren Handelsschiffen per Menschenhandel, was sie brauchen.  Die restlichen Leistungsträger fliehen nach Europa.  Mit unserer “Entwicklungshilfe” subventionieren wir derweil Diktatoren, von denen wir zu Unrecht hoffen, dass sie uns ihre Bevölkerung vom Leibe halten. Doch da haben wir uns gewaltig geirrt. Denn zur Finanzierung ihres monströsen Lebensstils sind die “Eliten” Afrikas” gar nicht auf die Wertschöpfung der eigenen Bevölkerung angewiesen.

Die Toten von Lampedusa sind Opfer des europäischen Protektionismus. Wir rauben ihnen ihre Chancen nicht auf dem Mittelmeer sondern in Afrika, wo wir ihnen mit unserer “Hilfe” die Chance nehmen, sich zu entwickeln. Das würde voraussetzen, dass sie wie die Südostasiaten ihre Waren und Güter hier frei verkaufen können.

Natürlich gibt es Hoffnung in Afrika. Die Chinesen pumpen nicht uneigennützig Geld hinein, um landwirtschaftliche Flächen und Rohstoffe zu nutzen. Die Erschwinglichkeit des Mobiltelefons lässt lokale afrikanische Märkte entstehen.

Noch ist diese Entwicklung aber zu schwach, um die Gefahr abzuwehren, dass aus einem Flüchtlingsstrom eine Völkerwanderung wird. Nur offene Grenzen für die Menschen und offene Märkte für ihre Güter, Waren und Dienstleistungen sind das richtige Konzept, um den Reichtum eines ganzen Kontinents zu heben. Auch wenn der ein oder andere französische Bauer und deutsche Geflügelzüchter sich dann einen anderen Job suchen muss.