Ha! Da hat sich der hardlinerische Oberjude aber mal so richtig vertan. Der bekannte Brutalinski aus der zionistischen Entität zwischen Jordan und Mittelmeer hat im persischsprachigen Programm der BBC ein Interview gegeben und doch tatsächlich gesagt, er wünsche der iranischen Jugend, Jeans tragen, westliche Musik hören und frei wählen zu können.

Der bekanntlich zur typisch jüdischen Hysterie neigende Kriegstreiber hat aber die Rechnung ohne das Internet gemacht – Jeans sind im Iran gar nicht verboten. Seit der beliebte Freigeist Rohani freundlich grinsend die Präsidentschaft der Islamischen Republik übernommen hat, ist das Land schließlich auf dem Kurs, das freiheitlichste Land der Region, ach was – der ganzen Welt zu werden. Auf Spiegel Online belehrt Henri-Nannen-Kader Raniah Salloum ihre Leser, vorsichtshalber, dass der alte Itzig Netanjahu vor zwei Jahren schon einmal vor der UN-Vollversammlung mit dem Foto einer Bombe herumfuchtelte und die friedliebende Atommacht-In spe beschuldigte, nach einer Atombombe zu streben und sich damit natürlich völlig unmöglich machte. Da passt der Jeans-Shitstorm nur zu gut ins Bild, denn “Wo Rohani wirbt, predigt Netanjahu” und “Er, ein israelischer Premier, glaubt die Iraner daran erinnern zu müssen, was an ihrem politischen System alles auszusetzen sei”. Ja, wo kommen wir denn da hin, wenn jeder dahergelaufene Jude sich so etwas rausnimmt? Es ist doch allgemein bekannt, dass der Terrorstaat Israel erst einmal vor der eigenen Haustür kehren sollte.

Spaß beiseite. Die angebliche Journalistin Salloum hat einige Dinge nicht beachtet, als sie ihre Tirade gegen Netanjahu ins Redaktionssystem hackte: Zum einen ist Twitter im Iran von den Behörden gesperrt worden. Jeder Nutzer, der dort schreibt, hat das eine oder andere böse westliche Stück Software verwendet, dass einen Blick in das echte Internet ermöglicht. Der Twitter-Account Ahura Mazda veröffentlicht unter dem Jeans-Hashtag Bilder und Namen von Iranern, die das tolle Recht, eine Jeans zu tragen, besaßen, es ausübten und dann vom Regime ermordet wurden. Es ist außerdem mehr als bezeichnend, dass ausgerechnet die Jeans und nicht die Rockmusik den Spott provozierten – eine auf Twitter gesammelte Reihe von Fotos iranischer Open-Air- oder Clubkonzerte wäre viel interessanter gewesen, aber sie sind verboten und wer sie besucht, riskiert eine Gefängnisstrafe. Auch wäre es interessant, wenn sich Salloum mal um andere Hosen gekümmert hätte. Wie sieht es mit Hotpants aus? Wie lange würde es dauern, bis eine Iranerin in solchen Jeans die spezielle Behandlung erfährt, die die iranische Religionsstasi für widerspenstige Frauen bereithält? Und wie steht es mit dem letzten Punkt Netanjahus, den freien Wahlen? Wie frei kann in einem Land gewählt werden, in dem die Kandidaten von einem Großayatollah nach Gutdünken von Wahlen ausgeschlossen werden können?

Bei diesen Punkten dürfte der “Netzgemeinde” und vor allem jenen Iranern, die ihre Freiheit höchstens in den eigenen vier Wänden mit Spezialsoftware in die ansonsten abgeschnittene digitale Welt funken können, das Lachen im Hals stecken bleiben. Tut es aber nicht, denn der Urheber der Worte ist der Jude und israelische Premierminister Benjamin Netanjahu und dem kann wegen genau dieser Eigenschaften nicht Recht gegeben werden. Selbst dann nicht, wenn die Henker schon auf der Straße lauern und jeden verschwinden lassen, der das Gleiche fordert wie Netanjahu. Dieses Szenario hätte sich George Orwell nicht schöner ausdenken können.