Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Niedergang der Grünen in den Umfragen und der unverhofften Rückkehr eines durch ein Erdbeben und den folgenden Tsunami in Mitleidenschaft gezogenes Kraftwerk in die Schlagzeilen.. Bedauerlicherweise gibt es immer noch keine Strahlentoten, obwohl die deutschen Qualitätsmedien sich redliche Mühe geben, endlich einen aufzufinden und die Mitarbeiter von Claudia Roth schon mal die 19.000 Opfer der Flutkatastrophe großzügig dem Strahlentod zuführen. Die Werte der Grünen sinken selbst in den ihnen wohlwollenden Umfragen. Das einzige, was sie noch retten kann, wäre ein ordentlicher GAU. Fände der in Fukushima statt, hätte dies mindestens zwei Vorteile: Der Begriff ist bereits eingeführt und die Nachrichtenmoderatoren können das Wort fehlerfrei aussprechen. Und das Atomkraftwerk ist weit genug weg, als dass eine konkrete Gefahr von ihm ausgeht. Selbst Focus Online leidet Schützenhilfe für Trittin und Co. Das absurdeste aber leistet sich das VOX-Magazin Automobil. 

Ein Autohändler hat sich auf den Reimport älterer Mercedes-Modelle aus Japan spezialisiert. Die haben wenig Kilometer und eine gute Ausstattung.  Doch bevor er die Wagen am Überseehafen in Bremerhaven in Obhut nimmt, untersucht er sie gründlich. Nicht etwa auf Transportschäden: Er umrundet das Gefährt mit einem Geigerzähler auf Verstrahlung. Wegen Fukushima. Absurder geht´s nimmer.

Den anders als von den vor einer vermeintlichen Strahlenwolke nach China geflüchteten ARD- und ZDF-Korrespondenten hat sich eine solche ja  nie über Japan ausgebreitet. Derweil berichtet Focus Online über eine unendliche Pannenserie, die sich in Fukushima ausweitet. Man bekomme – so die Botschaft – das AKW einfach nicht in den Griff.

Die wesentliche Nachricht wird aber auch dabei unterschlagen. Der angebliche Super-GAU hat bisher noch keinem Menschen geschadet.