Ach SPON. Ich kann euch ja verstehen. Als Akademiker-Bild seid ihr zu einem strammen rot-grünen Kurs verpflichtet. Euer Chefideologe vom Dienst produziert am laufenden Band Euro-über-alles-Hymnen. Da liegt es nahe, mit erhobenem Zeigefinger vor den „Populisten“ der AfD zu warnen und dräuend vom rechten Rand zu raunen. Aber so geht’s dann doch nicht:

 Klar ist, dass die Newcomer-Partei, die sich erst im Frühjahr gründete, Schattenseiten hat. Sie fordert “Einwanderung nach Qualifikation, nicht in unsere Sozialsysteme”, was stark an eine Parole der rechtsextremen NPD (“Einwanderung in unsere Sozialsysteme: Wir sagen Nein!”) erinnert.

Der Wahrheit zu Liebe zitieren wir den inkriminierten Passus aus dem Parteiprogramm der AfD doch einfach in voller Kürze:

 Wir fordern eine Neuordnung des Einwanderungsrechts. Deutschland braucht qualifizierte und integrationswillige Zuwanderung.

Wir fordern ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild. Eine ungeordnete Zuwanderung in unsere Sozialsysteme muss unbedingt unterbunden werden.

Ernsthaft politisch Verfolgte müssen in Deutschland Asyl finden können. Zu einer menschenwürdigen Behandlung gehört auch, dass Asylbewerber hier arbeiten können.

Diese sechs Sätze werfen Fragen auf: Wird Kanada von Nationalsozialisten regiert? Macht sich die NPD für politisch verfolgte Flüchtlinge stark? Setzen sich Rechtsextreme dafür ein, dass Asylbewerber arbeiten dürfen? Und vor allem: Habt ihr einen Schatten?