Es reicht nicht nur schlechte Ideen zu haben, man muss sie auch Millionen Menschen aufzwingen wollen. Das TV-Duell zwischen Merkel und Steinbrück offenbart die Tragödie des Etatismus, inhaltliche Unterschiede gibt es so gut wie keine. Beim Euro, der Energiewende und der Nibelungentreue zum Moloch Wohlfahrtsstaat ist man sich weitgehend einig. Die größenwahnsinnigen Zentralverwaltungswirte Merkel und Steinbrück fühlen sich trotzdem unverzagt zuständig für „die Sorgen und Nöte der Bürger”. Dabei haben sie erkennbar keine Lösungen für Probleme, die wir ohne diesen staatlichen Allmachtswahn gar nicht hätten, siehe eben steigende Strompreise, marode Sozialsysteme oder Eurokrise. Aber das wird beide nicht davon abhalten die Situation durch untaugliche Maßnahmen noch zu verschlimmern, so viel ist ihren öden Ausführungen immerhin zu entnehmen. Gut möglich, dass diese zwei Leviathanisten nach dem 22. September gemeinsam an der Interventionsspirale drehen. So oder so: Es bleibt alles wie immer, nur schlimmer.