Die Geschwister Augstein waren nicht nur als moderne Antisemiten mehrfach Gegenstand unserer Kommentierung. Was sie so gefährlich macht ist nicht nur ihr guter Namen, für den sie nichts können. Immerhin ist wenigstens – soweit bekannt-Franziska die leibliche Tochter des Rudolf seligen Angedenkens. Bei der Übertragung von Hirn, journalistischem Talent oder politischer Urteilskraft ist es aber bei ihr augenscheinlich zu einer Mutation gekommen, die dem Alten die letzten Sinne rauben würde. Gestern hat sie im Deutschlandfunk ihre Sicht des Journalismus erklärt, die für sie eine Frage der Haltung hält. Dem Online-Journalismus beim Spiegel wünscht sie eine Verlangsamung, damit der Takt der Website endlich ihrer Denkgeschwindigkeit entspricht. 

Niemand im konservativen Lager hat sich darüber aufgeregt, als der gefeuerte Spiegel-Chefredakteur Matthias Müller-von Blumenkron bei FAZ-Online als Chefredakteur anheuerte. Und der WELT-Chefredakteur wies nicht zu Unrecht darauf hin, dass in den Reihen des Springer-Leitmediums Leute sitzen, die selbst Fränzi einst links überholt hätten.

Augstein polemisiert dagegen gegen den Neuzugang in der Spiegelredaktion Nikolaus Blome als Katastrophe ohne “Haltung”. Nur weil der jetzt Bild-Politik-Chef ist. Würde er seine “Regierungstreue” ablegen und seinen Rechercheuren nicht länger verbieten, zu recherchieren, wäre das auch ein Beweis mangelnder “Haltung”.

Er solle doch eigentlich geholt worden sein, um “Online” und gedrucktes Heft besser zu verzahnen. Den Onlinern fehlten die Experten und sie kämen gar nicht zum Denken.

Das ist aber keine Frage des Mediums sondern der Personalausstattung. Die Frau sollte als Eigentümerin einfach für eine Verbreiterung der Online-Redaktion sorgen, wenn sie die mangelnde Qualität von SPON herausstreicht.

Die Qualität von Journalismus lässt sich nicht am Medium festsetzen. Sondern tatsächlich an der Haltung. Dem Leser und Zuschauer muss die Chance gegeben, sich seine eigene Meinung zu bilden. Dafür muss er alle Fakten kennen, auch die, die nicht ins Weltbild des Redakteurs und des Mediums passen (Die TAZ lässt grüssen). Damit der Leser die Stichhaltigkeit des Kommentars auch erkennen kann.

Fränzi Augstein, die mit 16 Geheimdiensten weltweit der Meinung ist, dass vom Iran keine Gefahr für Israel oder den Weltfrieden ausgeht, ersetzt die Realität durch ihr linkes antisemitisches Weltbild. Sie sollte ich lieber zurückhalten. Eigentum verpflichtet.

Advertisements