Deutschland war einmal das Land der Dichter und Denker, der Forscher und Ingenieure. Dank Jahrzehnten grüner Horrorpropaganda gegen alles, was auch nur entfernt mit Naturwissenschaft und Technik zu tun hat, sind wir heute ein Volk von Ökohysterikern und Fortschrittsfeinden. Mit welchen Methoden die Grünen ihr rückwärtsgewandtes Weltbild gegen die moderne Wissenschaft verteidigen,  kann man in Niedersachsen beobachten. Dort wird versucht die naturwissenschaftliche Bildung von Jugendlichen zu verhindern. Wer zu viel über Gentechnik und andere verteufelte Forschungsgebiete weiß, der wird am Ende kein braver grüner Untertan mehr. Gerade beim Thema Gentechnik kennen die Grünen keine Skrupel. Bereits in den 1980ern stemmten sie sich gegen die gentechnische Erzeugung von Humaninsulin. Ökofanatismus macht eben auch vor schwer kranken Menschen nicht halt.  

Nun gibt es einen neuen Aufreger: „Super-Genmais“ vom Konzern (!) Monsanto (!!) soll in der EU angebaut werden. In der ZEIT hat der Biologe Christoph Tebe die undankbare Aufgabe, gegen die grassierende Genophobie zu argumentieren. Das Interview enthält eigentlich nichts Neues, denn alle Fakten die der tapfere Wissenschaftler aufzählt sind längst bekannt. Aber sie fallen bei  grün indoktrinierten Ökospinnern auf taube Ohren. Deswegen muss man immer wieder erklären, dass nicht nur „Genmais“ Gene enthält, sondern auch der gute „natürliche“ Mais, der wiederum gar nicht natürlich ist, weil er seine Existenz menschlichen Eingriffen verdankt. Die Fragen der ZEIT-Redakteurin malen eine Art Mais-Fukushima an die Wand, mit toten Pflanzen und Tieren, vergifteter Milch und kontaminiertem Fleisch. Die letzte Frage hat fast schon satirischen Charakter und demonstriert zu gleich aufs Schönste, aus welchen verfaulten Wurzeln sich der neue deutsche Ökofanatismus nährt:

Während in den USA, Südamerika, Indien oder Australien längst massenweise transgene Pflanzen angebaut werden, setzt man in Deutschland weiter auf natürliches Saatgut. Wie lässt sich verhindern, dass sich der Super-Mais aus den USA ungewollt auch auf unseren Feldern ausbreitet?

Der Forschungsstand zur grünen Gentechnik ist eindeutig: Die Risiken von Gentechnik-Mais sind geringer als die von Bio-Bockshornklee. Dafür ist der immense Nutzen gentechnisch veränderter Pflanzen zur Bekämpfung des Welthungers mittlerweile belegt. Aber das spielt keine Rolle, denn wenn der Ökodeutsche „Gen“ und „Konzern“ hört, dann setzt gleich einem Pawlowschen Reflex die Hysterie ein. Die Kommentarspalten unter dem Artikel sind tragisches Zeugnis der intellektuellen Verwahrlosung unserer Gesellschaft. Gen-Angst essen Verstand auf.