Der ehemals als preußischer Italiener gerühmte EZB-Chef Mario Draghi hat festgestellt, dass er die Zinsen langfristig niedrig und das Geld damit scheinbar billig halten will. Tatsächlich ist es nichts mehr wert. Denn diejenigen, die das Risiko auf sich nehmen, es anderen zu leihen, bekommen dafür nichts. Es gibt zuviel davon. Und es wird immer mehr.  Das nennt man Inflation

Die Investition in Sachwerte bietet nur die Chance, das Vermögen an sich wenigstens auf Dauer zu erhalten. Wenn jetzt die Aktienkurse steigen, ist das nicht mehr als das Indiz für eine neue Blase. Die Preise steigen nur, weil es mehr Geld gibt. Nicht etwa, weil die Unternehmen, die gelistet werden, mehr wert sind. Sie machen keine höheren Gewinne. Nur der Scheinwert der Aktie steigt, nicht der reale.

Ich nenne das asymetrische Inflation. Die zusätzliche Geldmenge erzeugt keine gleichmässige Preissteigerung bei allen Waren und Dienstleistungen, sie wird vielmehr in bestimmte Märkte und Güter mit steigenden Preisen investiert: Aktien, Immobilien, Gold, Nahrungsmittel, kurzum Sachwerte aller Art. Bis dann die Blase platzt und das tatsächlich überschüssige Geld vernichtet wird. Das ist das Drama.

Und deshalb wird die Gelddruckerei keinen positiven Effekt haben. Sie führt vielmehr ins Desaster.