Pfingsten, Klassentreffen – immerhin schon dreißig Jahre. Mir gegenüber ein alter Schulfreund. Leider haben wir uns aus den Augen verloren. Im Laufe des Abends kommen wir aufs Politische. Und siehe da, der Mann entpuppt sich als astreiner Anhänger der österreichischen Schule. Und als Kenner. 

Was will uns der Autor damit sagen. Wir liberal/Libertären sind mehr als wir denken. Aber Liberalismus und Organisation sind offensichtlich unvereinbare Gegensätze. Während die sozialistischen Kader-Organisationen die Rundfunkräte gekapert haben (Rat heißt auf russisch Sowjet) und selbst bei Probeabstimmungen zur Bundestagswahl bei der Welt die Grünen die absolute Mehrheit holen, steigt im Bürgertum der Unmut.

Aber wir werden nicht mal ignoriert. Selbst die FAZ veröffentlicht Reportagen über Steuerfahnder, statt über ein ungerechtes, unfaires und viel zu kompliziertes Steuerrecht zu lamentieren. Aber wir sollten uns an die eigene Nase fassen. Jeder kocht sein eigenes Süppchen. Und die liberalen Think Tanks sprießen aus dem Boden.  Im Anschluß trifft man sich weinselig beim Empfang und schmort doch nur im eigenen Saft. Auf den Veranstaltungen von Hayek-Gesellschaft bis Open Europe trifft man stets auf die gleichen Gesichter. Die Häppchen schmecken aber die Events bleiben wirkungslos. Wenn Roland Tichy vorbei schaut, ist man schon glücklich. Schreiben tut er aber in der WiWo nix. Selbst wenn es sich bei ihm noch um einen der besseren handelt.

Was gefragt ist, ist Vernetzung. Eben Organisation. Wir müssen diejenigen erreichen, die denken wie wir. Und diejenigen überzeugen, die sich für das, was wir denken, interessieren. Dass die Hayek-Clubs aus dem Boden schießen, mag ein gutes Zeichen sein. Das alleine aber reicht nicht.

Es wird Zeit, die Fahne in die Hand zu nehmen.