Die Brüsseler Korrespondenten schwadronieren vom Gesichtsverlust der EU, während in Syrien Zivilisten durch Kopfschüsse sterben. Weil die gewaltbereiten Franzosen und Briten nur mit Waffenexporten drohen wollen, gerät der Genscher-Enkel-Guido in Panik eingedenk der Gefährdung einer “Verhandlungslösung”. Schlimmer gehts nimmer. 

Dass der Iran, die Hisbollah, Al Quaida und allerlei durchgeknallte Dschihadisten das syrische Schlachtfeld noch blutiger machen, ist die Folge der Untätigkeit des Westens. Statt wie in Lybien wenigstens durch eine Flugverbotszone den Vorwand zu schaffen, Assads Schergen gezielt zu bombardieren, haben wir all denen durch Untätigkeit und gezieltes Wegschauen die Chance gegeben, durch ihre Aktivitäten die “Region” überhaupt erst zu “destabilisieren” und sich bei der örtlichen Bevölkerung als Retter aufzuspielen.

Die Verlogenheit, mit der das diplomatische Geschäft in diesen Tagen betrieben wird, ist ekelerregend. Was Der Deutspielt es für eine Rolle, ob wir die Außenpolitik Maltas mit der von Grönland einheitlich gestalten, während mittlerweile mindestens 80.000 Menschen sterben, die meisten von ihnen unschuldi und sich tatsächlich ein Flächenbrand entfachen könnte, der den Krieg in den Libanon und Israel trägt.

Der Deutschlandfunk präsentierte heute eine Collage der Reden des Ex-Pazifisten  Joschka Fischer zum Kosovo und des Genscheristen  Guido Westerwelle zu Syrien.  Dem Grünen muss man Mut und Bereitschaft attestieren, der Wahrheit ins Gesicht zu sehen und die grausamen Konsequenzen zu ziehen. Er gestand sich ein, dass uns manchmal nichts anderes übrig bleibt, als sich selbst die Hände schmutzig zu machen, während Guido sich leicht angewidert abwendet eingedenk des Bluts und der Opfer, denen er sonst in die Augen sehen müsste. Igitt.