Der verheerende Tornado von Oklahoma lässt sie wieder aus den dunklen Ecken des Internets hervor kriechen: Fundi-Spinner, die eine Naturkatastrophe als gerechte Strafe für Ungläubige und Sünder interpretieren. Die Rede ist natürlich nicht von Bible-Belt-Hillbillies, sondern von deutschen Ökofanatikern und Antiamerikanern.

Das klingt dann so (hier, hier und hier):

Vielleicht sehen die Menschen im bible belt dies auch als einen Fingerzeig Gottes dafür, daß man nicht auf Dauer folgenlos fremde Länder überfallen kann, sondern daß alles Böse, was man über andere bringt eines Tages wieder zurückkommt.

Mein Mitgefühl mit allen Opfern. Aber das ist die Rache der Natur, die besonders von den Amerikanern brutal misshandelt wird. Sie leugnen ihre Verantwortung für den Klimawandel und machen munter weiter. Als nächstes wird die Erde durch das Fracking ausgebeutet Ein Umdenken ist nicht erkennbar. Die Natur wird sie weiter quälen.

Aber – im selbsternannten Land des Herrn und Kreatonisten sollte man vielleicht mal über den Atem Gottes nachdenken. Vielleicht war es ihm durch die Klimaerwärmung zu heiß oder vielleicht haben ihm einfach die Menge an Abgasen gestunken. Wer weiß?

Es bedarf schon eines sehr kleinen Verstandes und einer sehr großen Portion Selbstgerechtigkeit, um „die Amis“ als religiöse Spinner zu diffamieren während man im selben Atemzug hämisch darauf besteht, dass der tödliche Wirbelsturm ein Fingerzeig von oben war. Die Behauptung, dass der Klimawandel zu einem verstärkten Auftreten von schweren Tornados führt konnte übrigens nie anhand empirischer Daten belegt werden. Aber Fakten interessieren deutsche Ökohysteriker eben wenig, siehe die tausenden Strahlentoten von Fukushima. Wenn die Kommentatoren auf SPON und Co. nicht gerade über den Tod amerikanischer Schulkinder frohlocken, dann erteilen sie Lektionen in Bauingenieurswesen und Raumplanung. Von jedem Wissen über die Intensität amerikanischer Tornados unbeleckt werden den Bewohnern des Mittleren Westens Betonklötze und strenge Bauvorschriften ans Herz gelegt, denn ein deutsches Heim, hart wie Kruppstahl, stoppt jeden Tornado (hier, hier und hier):

Wer in Bretterbuden ohne Keller wohnt,datf sich über die Folgen nicht wundern….Hauptsache 2 SUV`s vor der Tür!

In den Usa gibt es Tornados in bestimmte zonen, deshalb baut man Pappen und Leimholzgebaüde. Hauptsache billig. Dann kann man nach jedem Tornado die Städte wieder aufbauen.
Dass die bevölkerung immer noch nichts kapiert hat und die alte Logik ,Hauptsache Haus” verfolgt ist kriminell dumm.

 

Nun ist wieder von einer Katastrophe zu lesen, welche sich in einer als Tornado Alle!!! bezeichneten Region ereignete. (…) Den Verhältnissen angepasste Bauvorschriften, Umweltschutz welcher den Namen verdient und die immer häufigeren und extremere ausfallenden Unwetter und Stürme auf lange Sicht wieder abmildert (eine Aussage übrigens, welche den “Klimaskeptikern” von jeder Versicherungsstatistik bestätigt wird).
Wer “let`s make money” quasi als Form einer Staatsreligion predigt und lebt, setzt erkennbar die falschen Prioritäten.

Was die Schlaumeier in Good Old Germany nicht wissen (wollen): Die meisten Gebäude in dem zerstörten Vorort von Oklahoma City sind Ziegelhäuser und die Schule, in der sieben Kinder starben, war auch keine Holzhütte. An effektiven Schutzmöglichkeiten scheint es nicht gemangelt zu haben, wenn angesichts einer Katastrophe, die das hundertfache der Zerstörungskraft der Hiroshima-Bombe hatte, 24 Todesopfer zu beklagen sind.  Es gibt sogar staatliche Zuschüsse für den Anbau von Schutzräume in Tornadogebieten und je nach Gemeinde auch konkrete Bauvorschriften. Weil das, was sich tumbe Teutonen ganz wortwörtlich als „Tornado-Allee“ vorstellen, in Wirklichkeit tausende Quadratkilometer umfasst, ist die Wahrscheinlichkeit in die Bahn eines massiven Sturms zu geraten statistisch gesehen allerdings sehr gering. Von daher ist es keineswegs lebensmüde auf einen teuren Schutzraum oder Keller zu verzichten.

Die Natur lässt sich ohnehin nicht einmauern oder weg regulieren, hundertprozentige Sicherheit vor solchen Katastrophen ist gar nicht möglich. In den USA, wo es noch viel unberührte Wildnis gibt, weiß man das. Aber den großmäuligen Gartenzwergen aus dem Land der Thujahecken und Goldfischteiche geht das nicht in den kleingeistigen Betonschädel.