Milton Friedman stellte einmal fest, dass es vier Arten gibt Geld auszugeben: Wer sein eigenes Geld für sich selbst ausgibt, der wird sich um ein möglichst gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bemühen. Wenn man ein Geschenk kauft, also eigenes Geld für einen Fremden ausgibt, dann wird man zumindest auf den Preis achten. Wer das Glück hat, fremdes Geld für sich ausgeben zu dürfen, dem ist wiederum der Preis egal, zu dem er sich seine Wünsche erfüllt. Am ineffizientesten ist schließlich die vierte Möglichkeit: Wenn fremdes Geld für fremde Menschen ausgeben wird, dann sind die Kosten egal und die Qualität der erworbenen Produkte auch.

Nichts anderes passiert in der staatlichen Verwaltung: Steuergelder werden für Programme, Maßnahmen und Projekte ausgegeben, die das Leben der Bürger in irgendeiner Form verbessern sollen. Die Intention mag oft löblich sein, die Ergebnisse sind es nicht, wie Friedman und viele andere liberale Ökonomen zu Genüge nachgewiesen haben. Einen weiteren empirischen Beleg für diese Erkenntnis lieferte letztens das Bildungsministerium Mecklenburg-Vorpommern: 170 nagelneue Computer diverser landeseigener Lehrerfortbildungsinstitute landeten auf Weisung des Ministeriums auf dem Müll, weil sie von einem Virus befallen waren. Dabei hätte man die Rechner leicht mit kostenloser Software reinigen können. Der Schaden geht in die Hunderttausende. Im Vergleich zu volkswirtschaftlichen Katastrophen wie Eurorettung und Energiewende sind das Peanuts, aber die fatalen Mechanismen etatistischer Verwaltungsrealität werden auch im Kleinen deutlich: Anstatt jedem Menschen möglichst selbst zu überlassen, wofür er sein Geld ausgeben möchte, nimmt der Staat den Bürgern eine erkleckliche Summe weg um damit eine teure Bürokratie zu finanzieren, die dann die unmöglich zu erfüllende Aufgabe hat, das restliche Geld zum Wohl der geschröpften Bürger einzusetzen. So ein System kann gar nicht funktionieren, denn kein Beamter kann mein Geld so gut für mich ausgeben wie ich es könnte.

Ein privates Lehrerbildungsinstitut, das am Markt mit attraktiven Angeboten bestehen muss, hätte sich einen derart verschwenderischen Umgang mit seinen Ressourcen nicht leisten können. Die Geschäftsführung würde mit Sicherheit jede andere Möglichkeit prüfen, bevor sie teure neue Computer dem Müll überantwortet. Auch die Mitarbeiter der betroffenen Institute haben von der radikalen Lösung wenig gehabt, mussten sie doch wenigstens eine gewisse Zeit ohne Computer auskommen und standen zudem vor dem Problem, Daten von den befallen Rechnern retten zu müssen. Der Einsatz eines kostenlosen Reinigungsprogramms wäre also nicht nur billiger gewesen, er hätte auch die Arbeitsabläufe weniger gestört. Kurzum, das Bildungsministerium hat das schlechteste Ergebnis zum teuersten Preis erzielt. Fremdes Geld für fremde Leute, das funktioniert eben einfach nicht.